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	<description>Ein Blick auf die IT-Wirtschaft</description>
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		<title>Blade in Germany</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 11:40:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hpbonn</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>„Die Cloud-Computing-Debatte ist vorüber“, frohlockte Dan Burton, als Vice Preisdent bei Salesforce für Public Policy zuständig. Er hat damit dem Rechnen aus der Wolke nicht den Tod angekündigt, sondern eine Ära eingeläutet, in der auch die amerikanischen Bundesbehörden mit dem Wolkenmodell rechnen. Immerhin ein Jahresbudget von 80 Milliarden Dollar verwalten die IT-Verantwortlichen der US-amerikanischen Regierungsstellen zusammen genommen. Auch nur ein Prozent wäre bereits ein warmer Regen für die Cloud.</p>
<p>Kein Wunder also, dass die Anbieter ihre Anstrengungen vervielfachen, den bewährten „Approved“-Stempel der Sicherheitsbeauftragten zu bekommen. Denn die Behörden wollen zwar bei den Betriebskosten sparen, nicht aber bei der Sicherheit. Anbieter wie Apple und Google haben sich bereits erfolgreich um das Gütesiegel bemüht und arbeiten intensiv daran, den IT-Staatssekretären das Cloud Computing jenseits von Office-Funktionen und Email-Speicherung schmackhaft zu machen. Microsoft, HP und Oracle suchen nach Wegen, das OnPremise-Geschäft mit Behörden zu OnDemand-Angeboten umzumünzen. Die Cloud als Antibürokratie-Vehikel? Der Weg in die Citizen-Cloud ist jedoch noch weit.</p>
<p>Auch in Deutschland, wo eine Elster noch lange keinen Entbürokratisierungs-Sommer macht, wirbt der IT-Gipfel unermüdlich für die Potenziale, die sich für Unternehmen und Bürger ergeben könnten, wenn Cloud-Services aus den Ämtern neue Services für die Crowd anbieten. Neuen Schub dürfte jetzt die Deutsche Telekom bringen, die sich schon lange für die „deutsche Cloud“ als Markenzeichen stark macht. Telekom-Chef René Obermann hat dies inzwischen zur Chefsache erklärt und will auf dem Mobile World Congress in Barcelona und der CeBIT in Hannover seine neue Dienstbereitschaft aus der Wolke ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken.</p>
<p>Denn „Cloud in Germany“ ist längst ein Markenzeichen, ohne dass sich hier ein Ministerium oder Bundesverband um eine Dachmarke bemüht. Wenn schon nicht die deutsche Gesetzgebung beim Datenschutz und der Datensicherheit, so ist doch deren Umsetzung in praktische Angebote ein Exportschlager der Zukunft: ein Blade für jeden Mittelständler. Die Deutsche Telekom wird im Ausland als Gralshüter des Datenschatzes wahrgenommen. Wenn der misstrauische deutsche Mittelstand in die Wolke geht, ist das ein Testimonial für den Rest der Welt. Die will dann auch ein Blade in Germany.</p>
<p>Vielleicht ist es ja noch ein Glück, dass der angestrebte Verkauf der Deutschen Telekom USA an AT&amp;T auf der Zielgerade verendete. In diesem Ende könnte in der Tat ein Anfang innewohnen: So schwer es für Nicht-Amerikaner ist, einen Fuß in die Tür zu den US-Bundesbehörden zu bekommen – einen zweiten Anlauf unter der Cloud wäre es doch wert.</p>
<p>Dabei hört man auch aus Großbritannien widersprüchliches zum Engagement der Deutschen Telekom. Das dort zusammen mit France Telecom betriebene Unternehmen „Everything Everywhere“ soll dem Vernehmen nach ganz oder teilweise zum Verkauf stehen. Offenbar soll bei der Deutschen Telekom erst die Position auf dem Kontinent gestärkt werden, ehe erneut in angelsächsische und amerikanische Abenteuer investiert wird.</p>
<p>Auch eine Strategie: Manchmal muss man gehen, um stark wiederkommen zu können. Dann aber mit der neuen Dachmarke „Deutsche Cloud approved by German Mittelstand“ – oder so. Klingt ein bisschen blade, kommt aber bestimmt gut an.</p>
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		<title>Der Gott der kleinen Dinge</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 16:04:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Als Arundhati Roy 1996 ihr Buchmanuskript zu ihrem Welterfolg „A God of Small Things“ englischsprachigen Verlagen anbot, hatte sie nicht einmal ein Faxgerät, um die Angebote der begeisterten Lektoren entgegenzunehmen. Heute, 16 Jahre später, ist Indien einer der größten Telekommunikationsmärkte&#8230; <a href="http://www.bonnblog.eu/2012/02/der-gott-der-kleinen-dinge/" class="read_more">read more</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Arundhati Roy 1996 ihr Buchmanuskript zu ihrem Welterfolg „A God of Small Things“ englischsprachigen Verlagen anbot, hatte sie nicht einmal ein Faxgerät, um die Angebote der begeisterten Lektoren entgegenzunehmen. Heute, 16 Jahre später, ist Indien einer der größten Telekommunikationsmärkte der Welt – und irgendwie auf Augenhöhe mit den USA: Denn so wie bei der letzten IBM Information on Demand-Veranstaltung in Las Vegas das Wifi-Netz zusammenbrach, kippte diese Woche zur NASSCOM Indian Leadership Forum in Mumbai das Mobilnetz unter dem Ansturm der ein- und ausgehenden Telefonate, Mails und Textnachrichten.</p>
<p>Als die spätere Booker-Preisträgerin Roy mit der Niederschrift ihres Manuskripts begann, war Indiens IT-Markt immerhin 100 Millionen Dollar groß – zu groß, um übersehen zu werden. In diesem Jahr wird sich der IT/BPO-Umsatz auf 100 Milliarden Dollar vertausendfacht haben – zu groß, um sich nicht zu fürchten. Tatsächlich zeigen sich Sorgenfalten. Kann Indien dieses Wachstum weiterführen? Oder wächst nicht im Gegenteil die Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung in anderen Weltregionen. Immerhin 60 Prozent der Software- und Service-Umsätze der indischen IT/BPO-Industrie hängt von der Entwicklung der Budgets in den USA ab. Also gilt auch hier: Hustet Amerika, bekommt Indien Schnupfen.</p>
<p>Dennoch sagen die großen IT-Companies in Indien bis 2013 sagenhafte 200.000 neue IT-Jobs im Lande voraus. Bis 2020 werden sensationelle 225 Milliarden Dollar Umsatz für die Branchen angestrebt. Der Grund hierfür liegt nicht nur darin, dass Indien innenpolitisch ein gigantisches eGovernment-Programm losgetreten hat, das die Bürokratien der westlichen Hemisphäre weit hinter sich lassen dürfte. Der Grund liegt auch in einer breit diversifizierten Exporttätigkeit, die Indiens IT-Companies Präsenzen in immerhin 70 Ländern der Welt beschert. Das vielleicht stärkste Momentum dürfte allerdings aus der Tatsache entstehen, dass Indiens IT-Companies den Mittelstand entdeckt haben.</p>
<p>In der Tat: der Gott der kleinen Dinge ist in Indiens IT-Landschaft eingetroffen. Tatsächlich präsentieren sich hierzulande Tausende von kleinen Anbietern, die mit Spezialangeboten für Cloud Computing, Social Media, Mobile Communication und Business Analysis auf Nischenmärkte ausgerichtet sind. Umgekehrt sind Hunderttausende indischer Klein- und Mittelstandsunternehmen  auf der Suche nach IT-Lösungen, die sie OnPremise oder OnDemand einsetzen können. So ist hier ein Zusammenschluss von Textilunternehmen zu sehen, der gemeinsam ein für die Branche optimiertes ERP-System über die Cloud nutzt.</p>
<p>Auch im Business Process Outsourcing (BPO) beginnt die Arbeitsteilung mittelständische Größenordnungen zu erreichen. Im Pharma-Sektor beispielsweise finden sich immer häufiger Unternehmen, die mit gezielten Angeboten entlang des Produktlebenszyklus aufschlagen: Wirkstoffentwicklung, klinische Studien, Patentanmeldungen, Diagnosen – der gesamte Bereich der Forschung und Entwicklung steht zum Outsourcing bereit.</p>
<p>Der Umsatz, den kleine und mittlere Unternehmen durch IT- und Outsourcing-Services erbringen summierte sich im letzten Jahr auf attraktive fünf Milliarden Dollar. Dabei wächst der Markt jedoch um rund 40 Prozent jährlich. Startups sorgen für einen kontinuierlichen Zustrom an Geschäftschancen. Waren es 1995 gerade mal 75 Unternehmen, die im IT-Sektor gemeldet waren, sind es inzwischen 2400. Doch auch in Indien hat der Gott der kleinen Dinge zugeknöpfte Taschen. Ähnlich wie in Deutschland stöhnt der Mittelstand über den schwierigen Zugang zum Kapitalmarkt. Da geht es dem Indian Mittelstand offensichtlich nicht besser als dem German Mittelstand – Dachmarke hin oder her.</p>
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		<title>Deutschland bietet tausendfach alles unter einem Dach</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 18:52:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hpbonn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Er ist Wochenende für Wochenende Gegenstand von Sonntagsreden – und an den Werktagen ist er der Arbeitgeber von gut drei Vierteln aller sozialpflichtig Beschäftigten: der Mittelstand. Es ist interessant, dass die Unternehmensgröße in Deutschland immer noch als „Stand“ gekennzeichnet ist,&#8230; <a href="http://www.bonnblog.eu/2012/02/deutschland-bietet-tausendfach-alles-unter-einem-dach/" class="read_more">read more</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er ist Wochenende für Wochenende Gegenstand von Sonntagsreden – und an den Werktagen ist er der Arbeitgeber von gut drei Vierteln aller sozialpflichtig Beschäftigten: der Mittelstand. Es ist interessant, dass die Unternehmensgröße in Deutschland immer noch als „Stand“ gekennzeichnet ist, der seine Herkunft und sein Selbstverständnis (sic!) aus dem ständischen Gefüge des Mittelalters her zu definieren scheint. Der mittelständische Unternehmer hat es irgendwie also doch sich selbst zuzuschreiben, dass er als rückständig, miefig oder mittelmäßig gilt.</p>
<p>In den anderen großen Sprachen der westlichen Hemisphäre gibt es den Standesbegriff so nicht: der Mittelstand ist dort eher die Middle Class oder middle-sized, Clase Media, Classe Moyenne. Es ist hingegen faszinierend, dass beispielsweise in den USA auch kleinste Unternehmen (wir würden sie auf nervo-bürokratisch „KMU“ nennen) sich selbst als „global companies“ bezeichnen, sobald Kunden außerhalb der Vereinigten Staaten bedient werden. Im Gegensatz dazu gibt es in Deutschland wiederum eine außergewöhnliche Anhäufung von „Hidden Champions“, wie der Unternehmensberater und Wirtschaftsprofessor Hermann Simon erstmals 1990 beobachtete, &#8211; jenen in der Öffentlichkeit kaum bekannten Firmen mit nicht mehr als drei Milliarden Euro Umsatz, die gemessen am Marktanteil zu den Weltmarktführern in ihrem Segment gehören.</p>
<p>Ihnen, die sich in ihren Branchen nahezu sämtlich selbst ein Denkmal gesetzt haben, will Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler jetzt ein weiteres Denkmal errichten: „German Mittelstand“. Ziel der neuen Dachmarke ist es, weltweit ein Zeichen für die mittelständischen Tugenden, für mittelständisches Ingenium und für die Artenvielfalt eines ständig vom Aussterben bedrohten Unternehmerstands zu setzen. Der Ex-Exportweltmeister Deutschland, der diesen Titel lange Zeit gerade wegen seiner Hidden Champions behauptete, will im Ausland für eine der wichtigsten tragenden Säulen der German Economy werben, obwohl eine Werbung im Inland fast noch mehr Not täte. Die Mehrfachbelastungen durch Bürokratie, Arbeitsrecht, Steuerrecht und Kreditklemme stemmt der Mittelstand stoisch. Eine Dachmarke schafft hier nicht unmittelbar Erleichterung – aber sie verschafft Awareness, die in Umsatz gedollart, umgerubelt, veryent oder yuanisiert werden kann.</p>
<p>Dabei gibt es schon längst eine Dachmarke, die freilich nicht auf deutschem Boden gewachsen ist, aber zum Gütesiegel schlechthin avancierte: „Made in Germany“. Ursprünglich von den Briten im Merchandise Marks Act von 1887 erdacht, um vermeintlich minderwertige Ware vom Kontinent abzuqualifizieren, wurde der Hinweis zu einem Qualitätssiegel erster Güte. Das ist nicht der Lohn einer Marketinganstrengung im Stile einer Dachmarkenkampagne, sondern dem Streben nach Produkt- und Prozessverbesserungen zu verdanken, wie esfür deutsche Mittelständler typisch ist. Die Wirtschaft genau in diesen Tugenden weiter zu stärken, ihr Finanzierungsmöglichkeiten für Innovationen zu eröffnen und die Möglichkeit zu lassen, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, wäre und ist die wichtigste Dachkampagne, die das Wirtschaftsministerium leisten kann.</p>
<p>Der Bundeswirtschaftsminister ist die Unterstützung der großen Branchenverbände, die stark durch mittelständische Unternehmen geprägt werden, gewiss. Aber schon in ersten Statements haben deren Sprecher das Bidirektionale der Initiative betont: Awareness im Ausland, Fairness im Inland.</p>
<p>Einen Nebeneffekt dürfte die neue Dachmarke zusätzlich haben: Nach Taler (Dollar), Gemutlichkeit, Blitzkrieg, Kindergarten und German Angst wird auch der German Mittelstand endlich im englischen Sprachraum ankommen. Und dann vielleicht als Importware auch wieder nach Deutschland zurückkehren, wo das unselige und unsägliche „KMU“ endlich dort landen sollte, wo es hingehört.</p>
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		<title>Employee on Demand</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 12:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hpbonn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Der alte IBM-Haudegen Nick Donofrio hat so manche Revolution angezettelt – und überlebt. Die Revitalisierung der Mainframes zum Beispiel darf ihm ebenso aufs Konto geschrieben werden wie die Power-Architektur der RS6000, als IBM das Dogma „Tu nix mit Unix“ überwand.&#8230; <a href="http://www.bonnblog.eu/2012/02/employee-on-demand/" class="read_more">read more</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der alte IBM-Haudegen Nick Donofrio hat so manche Revolution angezettelt – und überlebt. Die Revitalisierung der Mainframes zum Beispiel darf ihm ebenso aufs Konto geschrieben werden wie die Power-Architektur der RS6000, als IBM das Dogma „Tu nix mit Unix“ überwand. Zusammen mit Lou Gerstner hat er Big Blue in den neunziger Jahren vor dem Kollaps, wahrscheinlich vor der Insolvenz gerettet und die Service-Epoche eingeläutet. Die Zuneigung seiner (überlebenden) Kollegen ist ihm sicher. Den Song über seine Rettungstaten in Knittelversen kann man auf Youtube hören (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Zz7BGkunkRk">Sweet home, Alabama</a>).</p>
<p>Doch wie es scheint, revolutioniert Nicolas M. Donofrio auch aus dem Ruhestand heraus die ehrwürdige Company – zum Beispiel als Verwaltungsrat von TopCoder, einer Plattform für Crowd Sourcing. Crowd Sourcing? – das ist Schwarmintelligenz bei Kreativaufgaben, der Arbeitsplatz plus Arbeitskraft plus Kreativität aus der Menge holt. Rund 390.000 Entwickler, die lieber freiberuflich oder im Nebenjob Code generieren, sind auf dieser Cloud- und Crowd-Plattform inzwischen angemeldet. Sie akquirieren in einem offenen Wettbewerb neu ausgeschriebene Jobs, skizzieren Zeitaufwand und Honorarvorstellungen und gehen an die Arbeit.</p>
<p>Cloud Computing und Social Communities beginnen, die Arbeitswelt sichtbar und nicht zuletzt: messbar zu verändern. Bis zu einem Drittel Kostenersparnis bringe das neue Ausschreibungsmodell, rechnete im Sommer letzten Jahres IBM Vice President und Global Cloud Leader (was immer das ist) Patrick Howard vor. Für eine Company, die das Ergebnis pro Aktie bis zum Jahr 2015 auf 20 Dollar hochdrücken will, ist die Frage, wie hoch die Marge in einer der zentralen Sparten des Dienstleistungsangebots gedrückt werden kann, alles andere als Peanuts. Zu diesem Zweck hatte Sam Palmisano, der zum Jahreswechsel das Heft als IBM President an Virginia Rometty übergeben hatte, bereits das Großprojekt „Liquid“ ausgerufen. Es soll nicht nur die „Liquilage“ des Unternehmens verbessern, sondern auch die Ära einer neuen, fließenden Organisation einläuten.</p>
<p>Radikaler könnte die Abkehr von der alten Watson-Doktrin, wonach eine starke, eingeschworene, vertriebsorientierte Mannschaft rund um den Globus Intensivbetreuung am Kunden zu leisten hat und dabei auf eine tiefgestaffelte vertikale Vollzugsmannschaft zurückgreifen konnte, nicht sein. Seit Jahren wandelt sich IBM vom vertikal integrierten Unternehmen, das die gesamte Wertschöpfung von der Grundlagenforschung bis zum fertigen Endgerät in den eigenen Firmenwänden erfüllt, in  eine horizontal vernetzten Company, die über Beziehungsketten genauso viele externe Ressourcen akquiriert, wie für die Erledigung der Aufgabe nötig sind (und auch nur solange sie für die Erledigung der Aufgabe nötig sind). Schon intern läuft unter dem Namen „Geno“ ein ähnliches Programm, das den firmeninternen Wettbewerb um Aufgaben und Ressourcen organisiert. Wofür Geno auch immer stehen mag – passender zum IBM-Portfolio wäre wohl: Employee on Demand.</p>
<p>Nicht zum ersten Mal wird ein solcher Wandel zunächst in Deutschland ausprobiert. Von den 20.000 Mitarbeitern hierzulande sollen Gerüchten zufolge bis zu 8000 Stellen eingespart werden. Von Entlassungen und Sozialplänen ist derzeit nichts zu hören. Vielleicht wiederholt sich die Geschichte. Als IBM Anfang der siebziger Jahre im Antitrust-Verfahren die internen und externen Honorarsätze für Programmierer und Systemanalytiker offenlegen musste, entschieden sich viele IBMer für die Selbstausbeutung und machten sich selbständig. Dietmar Hopp und Hasso Plattner, Claus Wellenreuther und Klaus Tschira gehörten zu den Abtrünnigen, die lieber in Freiheit rund um IBM Mainframes Anwendungsentwicklung betreiben wollten und dafür auf Provisionen, Gratifikationen, legendäre Weihnachtsfeiern und sonstige Vergünstigungen verzichteten…</p>
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		<title>Auf Gedeih und Erwerb</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 15:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hpbonn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wir haben uns an schwindelerregende Beträge – und wohl auch an durch Schwindel erregte Beträge – längst gewöhnt. Demnächst doch eher 1000 Milliarden für den Euro-Rettungsfonds? Oder demnächst 10 Milliarden Dollar für den Börsengang von Facebook? Oder doch nur zehn&#8230; <a href="http://www.bonnblog.eu/2012/01/auf-gedeih-und-erwerb/" class="read_more">read more</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben uns an schwindelerregende Beträge – und wohl auch an durch Schwindel erregte Beträge – längst gewöhnt. Demnächst doch eher 1000 Milliarden für den Euro-Rettungsfonds? Oder demnächst 10 Milliarden Dollar für den Börsengang von Facebook? Oder doch nur zehn Euro Mindestlohn für ausgesuchte Branchen? Seit drei Jahren hält uns eine Geldmarkt-Arithmetik in Atem, die nicht immer und überall Krise genannt werden sollte, weil sie längst in eine Nachkrise-Phase übergegangen ist: der der Neubesinnung.</p>
<p>Nirgendwo war dies stärker zu spüren als in Davos – dem zeitwillig vom World Economy Forum zum World Egomany Forum verkommenen Weltkongress des Kapitalismus. Aber noch nie gingen von der Akropolis der Weltwirtschaft so irritierende Schwingungen aus wie in diesem Jahr: Kapitalismuskritik.</p>
<p>Eigentlich war es ja immer schon schick, Kritik zu üben an der Marktwirtschaft, wie wir sie leben,– um dann ans Telefon zurückzukehren und die nächsten Leerverkäufe zu tätigen. Aber jetzt, in Davos, hagelte es Kritik und Selbstkritik. Schon Barack Obamas Rede zur Lage der Nation am Vorabend von Davos, in der eine Reichensteuer von mindestens 30 Prozent zum Wahlkampfthema erhoben wurde, setzte den Ton, den danach David Rubinstein aufgriff, der das Ende der „Art Kapitalismus, die wir bisher erlebt haben“ vorhersagte. Danach ging es immer so weiter mit den Wortbeiträgen. Alternativen allerdings gab es nicht, dafür aber dann doch eine Menge Selbstbestätigung.</p>
<p>Negativ sei, sagte SAPs Co-Vorstand Jim Hagemann-Snabe, „ein Kapitalismus ohne Verantwortung“. Positiv dagegen sei eine Marktwirtschaft, die auf Nachhaltigkeit setzt. Das klingt trivial, ist aber trotzdem wahr. Wenn ERP-Anbieter Unternehmen mehr Effizienz und Produktivität eröffnen, dann ist das Ergebnis dieser Beratungsleistung tatsächlich nicht einfach nur mehr Profit, mehr Markt und mehr Möglichkeit. Zu den Enterprise Ressourcen gehören ebenso Rohstoffe und Energie, Maschinenkraft und Präzisionstechnik, Intelligenz und Kreativität. Und nur so kann eine Wertschöpfung erzielt werden, die alle erreicht.</p>
<p>Das ist wohl auch die Botschaft, die die Doppelspitze der SAP den Mitarbeitern zum 40sten Jubiläum gemailt hat. Denn dieses Jahr sei das Jahr, „in dem wir richtig Gas geben und der Welt zeigen werden, was die SAP wirklich drauf hat.“ Der Appell an die eigenen Ressourcen im Unternehmen ist wohl die richtige Antwort auf die Kapitalismuskritik von Davos: Die Selbstfindungskrise dort ist vielleicht vor allem eine Beteiligungskrise. Nachhaltigkeit fängt bei der wichtigsten Unternehmensressource an – den Menschen. Ob als Kollege oder Konsument, der Einzelne gewinnt an Bedeutung.</p>
<p>Das ist (nicht nur, aber eben auch) eine Folge der sozialen Netzwerke, die eine ungefragte Beteiligung von jedem an allem und jedem ermöglichen. Dass dieser Wert ungeahnte Höhen erreicht, zeigen die Prognosen für den mutmaßlichen Börsengang von Facebook, der alles bisher Dagewesene übersteigen soll. Auch das „i“ in Apples Lifestyle-Produkten steht für das Individuum, der wichtigsten Ressource, die wir kennen.</p>
<p>Darauf will sich auch SAP einstellen. Aus dem langweiligen Unternehmen der ersten vier Dekaden soll jetzt die schnieke, schnelle Company werden, die Menschen „für Anwendungen begeistern und ihnen das Leben erleichtern“ will. Dahinter steckt eine Erkenntnis, die uns Steven Jobs hinterlassen hat: Es gibt keine Innovationen ohne Emotionen!</p>
<p>So gesehen: Sind wir nicht alle ein bisschen SAPple?</p>
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		<title>Was kostet die Wolke?</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 12:42:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hpbonn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Die Cloud weckt Phantasien – nicht unbedingt an der (Aktien)Börse, aber in den Einkaufsabteilungen der großen IT-Anbieter.  Dort werden die (Geld)Börsen weit geöffnet, um Vorsprung im Rennen um die beste Wachstumsposition einzukaufen. Egal, ob Marktanteile, Technologien oder Produkterweiterungen gesucht werden, immer&#8230; <a href="http://www.bonnblog.eu/2012/01/was-kostet-die-wolke/" class="read_more">read more</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Cloud weckt Phantasien – nicht unbedingt an der (Aktien)Börse, aber in den Einkaufsabteilungen der großen IT-Anbieter.  Dort werden die (Geld)Börsen weit geöffnet, um Vorsprung im Rennen um die beste Wachstumsposition einzukaufen. Egal, ob Marktanteile, Technologien oder Produkterweiterungen gesucht werden, immer geht es darum, Zeit zu sparen, die für Eigenentwicklungen und harmonisches Wachstum in einem schnelllebigen Markt nicht mehr zur Verfügung zu stehen scheint. Cloud-Übernahmen haben sich zu einem zuverlässigen Indikator für IT-Trends erwiesen. Nach Customer Relationship Management und Business Intelligence ist jetzt offensichtlich Human Capital der ganz große Cloud-Coup.</p>
<p>Wie heiß der Markt inzwischen gelaufen ist, zeigt das Ringen um SuccessFactors, für dessen Übernahme SAP nach der jetzt erfolgten Freigabe der Kartellbehörden rund 3,4 Milliarden Dollar hinlegen will. Der Kauf tut doppelt gut. Denn der Human Capital Spezialist soll nicht nur Business by Design aufhübschen, er soll auch nicht ins Oracle-Lager fallen. Mit einer Übernahme von SuccessFactors durch die Ellison-Company hatte die Branche eigentlich gerechnet. Doch SAP war offensichtlich schneller.</p>
<p>Jedenfalls dürfte der Kauf von RightNow durch Oracle (1,5 Milliarden Dollar)  im Oktober 2011 nur der Auftakt einer Einkaufstour im Wolkenland sein, mit dem der SAP-Rivale seine Präsenz im Cloud Computing weiter auszubauen beabsichtigt. Es würde nicht weiter überraschen, wenn sich in Redwood allmählich eine Due Dilligence-Abteilung mit den Büchern von Marc Benioffs Salesforce befassen würde. Der CRM-Spezialist wächst, was das Zeug hält – mit Sicherheit die beste Waffe gegen eine feindliche Übernahme. Im laufenden Geschäftsjahr, für das im Februar Zahlen erwartet werden, sollen gut 2,25 Milliarden Dollar zusammenkommen.</p>
<p>Für sein Ziel, 2013 einen Umsatz von 3 Milliarden Dollar nahezu ausschließlich aus SaaS-Gebühren und „App-Anagen“ zu erzielen, geht Benioff selbst auf Einkaufstour. Zum Jahresende übernahm Salesforce mit Rypple  einen direkten Konkurrenten von SuccessFactors. Für das Humankapital hat Salesforce gleich einen eigenen Produktbereich aufgemacht.  „SuccessForce“ klingt nicht nur wie ein Plagiat, sondern hält auch noch einen weiteren Nadelstich bereit: das Geschäft verantwortet kein geringerer als John Wookey, der bis August 2011 als Executive Vice President bei SAP ein Cloud-Dreamteam aufgebaut hat – unter anderem aus ehemaligen Oracle- und Salesforce-Mitarbeitern!</p>
<p>Wookey, der wie Marc Benioff seine Wurzeln bei Oracle hat, wo er zuletzt als Senior Vice President für Application Development zuständig war, dürfte sich bei Salesforce über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Denn die Benioff-Company ist derzeit der größte Ankäufer von Cloud-Anbietern: Vor der Rypple-Übernahme verleibte sich das Unternehmen aus San Francisco schon die Consulting-Company Model Metris, den Social Media-Spezialisten Assistly, die Verschlüsselungs-Experten von Navajo-Systems, den Medien-Monitor Radian6 und die auf Echtzeitkommunikation fokussierte DimDim ein – alles Schnäppchen, über deren Preis Salesforce möglichst Stillschweigen wahrt. Alle Salesforce-Akquisitionen gehen mehr oder weniger unmittelbar in die Arrondierung des CRM-Lösungsangebots. So wurde aus DimDim beispielsweise die Plauderplattform Chatter.</p>
<p>Ob das reicht? Die Taschen der Cloudianer sind gut gefüllt – und die Panik, im Cloud-Gewitter abgehängt zu werden, ist groß. Die Übernahme des Video-Telefonieservices Skype durch Microsoft im vergangenen Jahr war Steve Ballmer immerhin 8,5 Milliarden Dollar wert. Und Léo Apotheker war bei HP bereit, für Autonomy zehn Milliarden Dollar hinzulegen. Was kostet die Welt?</p>
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		<title>Was macht eigentlich Larry Ellison?</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 16:31:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Oracles sieggewohnter CEO, Larry Ellison, scheint seine bekannt markante Rhetorik in letzter Zeit eher nach innen als nach außen gerichtet zu haben: Während noch bis zum Herbst 2011 kaum ein Event in der Branche ohne einen markigen Kommentar des passionierten&#8230; <a href="http://www.bonnblog.eu/2012/01/was-macht-eigentlich-larry-ellison/" class="read_more">read more</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oracles sieggewohnter CEO, Larry Ellison, scheint seine bekannt markante Rhetorik in letzter Zeit eher nach innen als nach außen gerichtet zu haben: Während noch bis zum Herbst 2011 kaum ein Event in der Branche ohne einen markigen Kommentar des passionierten Firmenaufkäufers verstrich, hat sich winterliche Stille über den Großmogul der amerikanischen Software-Szene gelegt.</p>
<p>Freilich ist alles relativ: Hier noch eine kleine Ohrfeige für den ehemaligen Kollegen Marc Benioff von Salesforce und dort das Gerücht, das die jüngsten schwachen Zahlen des deutschen Software-Vize Software AG möglicherweise Ellisons Kaufgelüste befeuern würden. Aber sonst: Seit kurz vor Weihnachten die mit einem Wachstum von zwei Prozent für Analysten enttäuschen Quartalszahlen von Oracle gemeldet wurden, herrscht weihnachtliches Elysium.</p>
<p>Im Unterschied dazu meldet Erzrivale SAP jetzt sensationell gute Zahlen – das muss der Neid den Walldorfern einfach lassen. Und zu diesen Zahlen hat Oracle paradoxerweise auch noch beigetragen…</p>
<p>Es ist schon anerkennenswert, wenn man in schwierigen konjunkturellen Zeiten und angesichts eines Paradigmenwechsels von „Ground“ zu „Cloud“ für das zurückliegende Geschäftsjahr vorläufige Umsatzzahlen von 14,23 Milliarden Euro ausweisen kann. Auf knapp vier Milliarden Euro  belaufen sich dabei die reinen Softwareerlöse. Die Marge von 39,6 Prozent wird unter anderem auch deshalb erreicht, weil dreistellige Millionen-Rücklagen frei wurden. Nachdem zu erwarten ist, dass die Strafzahlungen an Oracle nicht mehr die Größenordnung erreichen, die noch vor einem Jahr auf dem Richtertisch lagen, sieht die Lage wieder rosig aus. Damals war SAP zum Übernahmekandidaten Nummer Eins – auch für Oracle – ernannt worden. Jetzt wird SAP wieder eher zum Käufer.</p>
<p>Zum Beispiel für den Anbieter von Schulungssoftware, datango AG. Gleichzeitig wird der Kauf des US-Unternehmens Successfactors für 3,4 Milliarden Dollar abgeschlossen. Und schließlich bleiben Gerüchte bestehen, wonach die mit enttäuschenden Zahlen aufwartende Software AG auf der Watchlist der Walldorfer stehen soll. Gerüchte vom Zusammengehen der Nummer Eins und Zwei in Deutschland hat schon seit Jahrzehnten die Träume von einer Großsoftwareschmiede aus Deutschland beflügelt. Sie werden mit jedem wackeligen Quartalsbericht neu beflügelt.</p>
<p>Doch SAPs Berichtsinhalte sind derzeit alles andere als wackelig. Sowohl das Mobilgeschäft als auch die neue InMemorsy-Datenbank (160 Millionen Euro Umsatz) und natürlich die Cloud-Computing-Aktivitäten lassen die Analysten hoffen. Während Oracle 2011 und vor allem im Gefolge des Rechtsstreits um TomorrowNow große Sprüche markierte, hat die Doppelspitze bei SAP offensichtlich einfach nur Fakten geschaffen.</p>
<p>Dabei fragte man sich die ganze Zeit: Was machen eigentlich Bill McDermott und Jim Hagemann-Snabe? Jetzt wissen wir es: ihre Arbeit.</p>
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		<title>Äwwer Kaffee koche künne kann se jot</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 14:12:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hpbonn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Die Produktpräsentationen auf der CES in Las Vegas gehen dieses Jahr praktisch nahtlos über in die Prunksitzungen beim Carneval in Köln. Deshalb schnell zurück aus dem Spielparadies in die Spaßhochburg.</p>
<p>Mit im Gepäck sind die neuesten Schimären aus den Werkstätten&#8230; <a href="http://www.bonnblog.eu/2012/01/awwer-kaffee-koche-kunne-kann-se-jot/" class="read_more">read more</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Produktpräsentationen auf der CES in Las Vegas gehen dieses Jahr praktisch nahtlos über in die Prunksitzungen beim Carneval in Köln. Deshalb schnell zurück aus dem Spielparadies in die Spaßhochburg.</p>
<p>Mit im Gepäck sind die neuesten Schimären aus den Werkstätten der Produktentwickler, die sich immer weiter auf dem großen Konvergenz-Tripp zwischen E- und U-Elektronik voran wagen. Dass Telefonieren inzwischen so ziemlich die unspannendste Funktion von SmartPhones ist, fällt ja schon kaum noch auf. Und dass der Fernseher zum universellen Medienzentrum für Videos aller Kanäle – Sender, YouTube, Eigenproduktion &#8211; sein werden, wird uns auch nicht unbedingt erst seit dieser CES eingetrichtert. Auch der scheinbar paradoxe Trend, das SmartTVs gleichzeitig flacher werden können und 3D-Funktionen bieten, ist uns schon gut geläufig. Bleibt dem Chronisten allenfalls die Ankunft der OLED-Technologie (Organische Leuchtdioden), die mit dem 55-Zoll-Bildschirm von LG auch gleich den „Best of CES“-Award absahnte. Kleiner Hausfrauentipp: Wer größere Präsentationsflächen will, muss die OLEDs einfach nur gießen!</p>
<p>Bemerkenswert ist es schon, dass inzwischen auch die Autobauer ihre Karossen zwischen die Racks der Computerbauer schieben – und man weiß nicht mehr auf den ersten Blick, in welchem Teil eigentlich mehr Rechenpower, mehr Webfähigkeit und mehr Systemsteuerung steckt.</p>
<p>Audi stellte sein neues A3-Cockpit aus, in dem ein kleiner Touchscreen die Steuerung des Multimedia- und Navigationssystems erleichtern soll. Das ganze Auto wird ab März durch einen 1,2 Gigahertz Dual-Core-Prozessor gesteuert. Daimler experimentiert nicht nur mit einem umfassend kommunizierenden Fahrzeug, das nicht nur den Fahrer, sondern auch sonstige Verkehrsteilnehmer in seinen Chat einbezieht. Auch die neue Display-Technik, mit der Informationen direkt auf die Windschutzscheibe projiziert werden, zeigt Daimler-Vorstand Dieter Zetsche.</p>
<p>Und KIA, nicht unbedingt für die Luxusklasse bekannt, hat zusammen mit Microsoft einen totalen App-Overkill bereitgestellt: Das Auto meldet per SMS seine Position, wenn es aus dem zuvor definierten Gebiet herausgesteuert wird. Der Fluchtversuch mit der lapidaren Erklärung, „Ich geh mal eben Zigaretten holen“, klappt also auch nicht mehr so reibungslos.</p>
<p>Auf die Macht der sozialen Medien setzt Don Rich, der ein landesweites Radarfallenwarnsystem aufbauen will. Ford hingegen werkelt an einem Pollenflugwarnsystem, das seine Informationen ebenfalls über Social Networks sammelt und verbreitet. Eine Kombination beider Planungen würde vielleicht die Renaissance des wunderbaren Ford Escort ermöglichen &#8211; natürlich im Retro-Look.</p>
<p>Auch die weiße Ware ist hier auf der CES vertreten: Kühlschränke mit integriertem Einkaufszettel sind ja schon genau so ein alter Hut wie Backautomaten, die sich die günstigsten Stromtarife aussuchen. Aber was wir nach wie vor schmerzlich vermissen, ist das ultimative Smart-Social-Touch-App-Phone-Audio-Navi-Home-Video-Sky-Fridge-Espresso-Latte-Mobile – mit dem wir Lotti Krekel bei der nächsten Kölner Prunksitzung beeindrucken können: Äwwer Kaffee koche künne kann se jot!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>CES an MS: Ne me quitte pas</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 16:20:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hpbonn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Im Cesar´s Pallace singt Celine Dion ihre wunderbare Interpretation von Jacque Brels « Ne me quitte pas » und draußen, gut eine Meile vom Colloseum entfernt, bereitet Microsoft seinen letzten großen Auftritt auf der Computer Electronics Show in Las Vegas vor. Das&#8230; <a href="http://www.bonnblog.eu/2012/01/ces-an-ms-ne-me-quitte-pas/" class="read_more">read more</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Cesar´s Pallace singt Celine Dion ihre wunderbare Interpretation von Jacque Brels « Ne me quitte pas » und draußen, gut eine Meile vom Colloseum entfernt, bereitet Microsoft seinen letzten großen Auftritt auf der Computer Electronics Show in Las Vegas vor. Das fetzt noch mal richtig, denn mit Windows 8 harmonisiert Redmond nicht nur seine Systemsparten Desktop, Smartphone und Tablet-PCs unter einer einheitlichen Oberfläche, sondern vereint mehr oder weniger alle Produkte in einem.</p>
<p>Überall herrschen Wischen und Winken einerseits oder schon Sprechen und Kommandieren andererseits. 3M beispielsweise zeigt einen Multiuser Touchscreen in 46 Zoll Größe, der bis zu 20 Fingerzeige gleichzeitig versteht und verarbeiten kann. Kollaboration am gemeinsamen Arbeitstisch soll so die Planungsaktivitäten der Zukunft beflügeln. Wer beim Touch-Screening allerdings für sich bleiben will, findet unzählige neue Tablet-PCs, die flach und flacher werden. Das Gerücht, dass Microsoft seine Office-Anwendungen nicht nur auf dem eigenen Tablett präsentieren wird, sondern künftig auch auf dem iPad verfügbar macht, verdichtet sich hier in Las Vegas zur Tatsache. Ansonsten gibt es bei Tablets drei Schwerpunkttrends: Android, Android, Android.</p>
<p>Während Windows 8 mit Kinect-Features für alle Windows 8-Systeme die Gestensteuerung feiert, legen Apple und andere mit ihrer Sprachsteuerung schon die (Sprach-)Teppiche für die nächste Mensch-Maschinen-Schnittstelle aus. Die legendäre Frage an Apple 4S, „Soll ich heute Abend einen Regenschirm mitnehmen?“ und die noch legendärere Antwort – „Für heute Abend ist kein Regen angesagt.“ – trifft auf Las Vegas im lauen Januar auf jeden Fall zu.</p>
<p>Zwei neue Besuchergruppen kann man hier auf der Consumer Electronics Show ausmachen. Unternehmer, die zwar eine Firma haben, aber noch lange kein Produkt, sollen nicht nur zeigen, dass das endlos gewundene Band der Innovation auch in einer Post-Microsoft-Ära fortbestehen wird. In einer waghalsigen Vorwegnahme der eigenen Zukunft, präsentieren sich hier rund einhundert Firmen, die erst in einigen Jahren auf der CES etwas zum Ausstellen haben werden.</p>
<p>Aber wahrscheinlich verfügen sie bereits über eine der wichtigsten Waffen, die es derzeit im Kampf der Innovatoren gibt: Patente. Dafür interessiert sich die zweite Gruppe der CES-Neulinge – die Patentanwälte. Denn inzwischen wird nicht nur nach Patentrechtsverletzungen, Fälschungen und Plagiaten gefahndet. Im Wettstreit um die Vormachtstellung im mobilen, ubiquitären Internet zählt der Patenteinkauf en gros. Google kaufte jüngst IBM einige Hundert Patente ab, will mit der Motorola-Übernahme das gesamte Patent-Portfolio an sich reißen und mausert sich allmählich zum Patent-Paten der ganzen  Branche.</p>
<p>Da rückt dann auch Deutschland (und die CeBIT) in den Fokus der CESaren. Denn hier wird 2012 nahezu wöchentlich über Patentstreitigkeiten – meistens zwischen Apple und Samsung – entschieden. Das interessiert auch hier. Doch wie auch immer das ausgeht, wie auch immer Microsoft seine Zukunft ohne CES, die CES seine Zukunft ohne Microsoft gestalten wird – ein Trend ist auch für 2013 sicher: Celine Dions Herz wird auch 2013 weiterhin im Cesar´s Pallace schlagen. Und wir Tech-Addicts werden dich schon nicht verlassen, liebe Celine, äh CES.</p>
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		<title>Same procedure as every year</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 12:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hpbonn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Zeit ist kein Problem, solang sie in der Zukunft liegt. Nie wird einem dies deutlicher als in den ersten Tagen eines neuen Jahres, wenn  satte 52 Wochen zur Verfügung stehen. In der Regel führt dieser Überhang an Zeit zu einem Überschwang&#8230; <a href="http://www.bonnblog.eu/2012/01/same-procedure-as-every-year/" class="read_more">read more</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zeit ist kein Problem, solang sie in der Zukunft liegt. Nie wird einem dies deutlicher als in den ersten Tagen eines neuen Jahres, wenn  satte 52 Wochen zur Verfügung stehen. In der Regel führt dieser Überhang an Zeit zu einem Überschwang an Zielen. Verbunden mit Wünschen und Wunschvorstellungen vermischen sich diese Vorhaben und Vorgaben zu Vorhersagen. Wir wollen da nicht zurückstehen. Unsere sieben schönsten Prognosen für das Jahr 2012 – natürlich alles ein wenig nebulös und wolkig:</p>
<p><strong>Alles aufs Tablett: </strong>Apple wird Galaxy-Tablets nicht dauerhaft aus den europäischen Läden verbannen können. Mit Samsung wird somit ein Anbieter mehr den Siegeszug der Wisch-und-Weg-Geräte vorantreiben. Wer keine App für das Tablet zur Verfügung stellt, ist weg vom Fenster.</p>
<p><strong>Appvertising: </strong>Einen AppStore zu unterhalten, gehört längst zum guten Ton. Über den Appverkauf lassen sich die eigenen Ökosysteme bestens steuern und ausbauen – und die Käuferströme zu den Sweetspots der Markenanbieter lenken. Weil das wichtiger ist als der Verkauf der Apps selbst, wird die Kleinstsoftware zunehmend kostenfrei abgegeben. Dafür gibt es eine neue Werbeplattform: Advertising auf der App. Ach ja: Natürlich wird dabei HTML5 seinen Siegeszug starten.</p>
<p><strong>Soziale Maschinen: </strong>Während Google+ zum Herausforderer für Facebook um die Lufthoheit bei den sozialen Netzwerken werden will, dringt das Prinzip der sozialen Vernetzung so allmählich in alle Anwendungsbereiche vor: Unternehmenslösungen mit Facebook-Komponenten sollen zusätzliche Kollaborationsmöglichkeiten eröffnen. Und wer sagt, dass nicht auch Endgeräte und Maschinen künftig Freunde und Like-It-Buttons brauchen?</p>
<p><strong>Unsoziale Übernahmen: </strong>Weil aber alles mit jedem „sozial“ vernetzt werden kann, wird 2012 ein Übernahmefieber die Social-Media-Scene befallen. Von IBM bis Oracle, von SAP bis Microsoft werden sich die Kaufinteressenten bei den Also-Runners bedienen. Ohne Social Layer keine Global Player.</p>
<p><strong>Große Datenwolke: </strong>Big Data wird zum entscheidenden Investitionshebel der nächsten Jahre. Nach Business-Intelligence-Tools werden jetzt auch In-Memory-Datenbanken die Phantasien beleben. Dabei werden zusätzliche Anreize durch die Möglichkeit gegeben, große Datenmengen in die Wolke zu verlegen und die Rechnerpower zur ihrer Verarbeitung aus der Wolke zu beziehen.</p>
<p><strong>Megamultimediamix: </strong>Während aber heute BI-Funktionen noch im wesentlichen Analysen zu strukturierten Daten leisten, werden die rund 90 Prozent der Multimedia-Daten erst allmählich erkennungstechnisch behandelt. Welche Informationen in Video-, Audio- oder Bildinformationen stecken, was sich aus Datenschnipseln in sozialen Medien zusammenklauben lässt, das wird 2012 ein Topthema der globalen Anwender.</p>
<p><strong>Ende eines Schismas: </strong>2012 wird dabei fortsetzen, was 2011 schon überdeutlich zu erkennen war: Die klassische Trennung zwischen Business IT und Consumer IT wird weiter aufgelöst. Auf dem Weg zum Mittelstandsmarkt wollen die Cloud-Anbieter gleich bis zum One-Man-Shop durchrauschen – und das weltweit. Auf der Suche nach dem lukrativen Business Case für den Mittelstand gilt unverändert: Same procedure as every year.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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