Nicht nur zur Weihnachtszeit: „Bedingt abwehrbereit“

Einen „Abgrund von Landesverrat“ sah der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer in dem 1962 erschienenen Spiegel-Bericht von Conrad Ahlers, der die Ergebnisse der NATO-Übung Fallex zusammenfasste. Danach erkannte die NATO, dass die Bundeswehr einem konventionellen Angriff des Warschauer Pakts nichts Ernsthaftes entgegenzusetzen haben würde. Der damalige Verteidigungsminister, Franz-Josef Strauss, ließ daraufhin nicht die Kasernen schließen, sondern zunächst einmal die Spiegel-Redaktion.

Dass nunmehr die USA gegenüber einem unkonventionellen Angriff aus dem Internet nur „bedingt abwehrbereit“ seien, bestätigten Sicherheitsexperten dieses Jahr. Dabei investieren die nationalen Sicherheitsbehörden mehr als sieben Milliarden Dollar jährlich, um die amerikanischen Regierungseinrichtungen vor Angriffen aus dem Cyberspace zu schützen. Doch wie die jüngsten Wikileaks-Veröffentlichungen aus dem amerikanischen Außenministerium illustrieren, droht die Gefahr von innen und von außen, durch „Hacktivisten“ ebenso wie durch Maulwürfe, durch Staaten ebenso wie durch Terrororganisationen.

Wikileaks selbst steckt inzwischen mitten im Cyberwar. Nachdem Service-Provider wie Amazon oder Visa den Geheimnisverrätern jede Unterstützung verweigert hatten, baute die Plattform für mehr Transparenz vor. Um nicht aus dem Internet-Gedächtnis gewischt zu werden, ließ sich Wikileaks von zahllosen Freiwilligen auf weltweit verteilten Server spiegeln – rund 2000mal inzwischen.

Umgekehrt haben Hacktivisten in den vergangenen Wochen „distributed denial of service“-Attacken (DDoS) gegen jene Webseiten aufgerufen, die Wikileaks nach den Außenministeriums-Plaudereien die Unterstützung aufgekündigt hatten. Doch gegen die Angriffswellen, die zwischen Staaten und Bündnissen im Internet rollen, sind die Wirrungen um Wikileaks allenfalls Hooliganism. Das Hin und Her von Protagonisten und Antagonisten zeigt deutlich: die Maus ist das mächtigste Werkzeug im Internet. Die Elefanten beginnen sich zu sorgen – und rüsten nach. Der Krach um Wikileaks ist dabei allenfalls ein Nebenkriegsschauplatz.

Auf 250.000 Attacken pro Stunden summiert sich im Herbst 2010 die Angriffsflut auf US-Einrichtungen im Internet. Gegen diese Übermacht stemmt sich das neu gegründete US Cyber Command mit demnächst 1000 Mitarbeitern, das 15.000 Netzwerke mit sieben Millionen Arbeitsplatzrechnern abschotten soll. Soll, wohlgemerkt! Im Juli 2010 hatte ein simulierter Angriff auf zentrale Rechner gezeigt, dass die USA vor einer Cyberbattle nur unzureichend geschützt sind.

Seit Stuxnet ist auch die NATO aufgeschreckt. In Belgien und Estland soll die Emerging Security Challenges Division  ausgebaut werden. Und auf dem NATO-Gipfel im November diskutierten die Mitglieder den Vorschlag von Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen, für Internet-Angriffe auf ein Mitgliedsland analog zum Angriff mit konventionellen Waffen künftig den Bündnisfall auszurufen. Aber noch fehlt es an einem Ereigniskatalog, der für Angriffe aus der Wolke Unterscheidungsmerkmale zwischen einem bewaffneten Konflikt im Web oder schlichtem Vandalismus bereit hält.

Zuletzt im September warfen sich China und die USA gegenseitig Cyberwarfare vor. Nach Ansicht der US-Sicherheitsexperten seien dabei Spionageangriffe auf wichtige amerikanische Unternehmen und Regierungseinrichtungen vorangetrieben worden, die nicht ohne die Duldung oder Unterstützung der kommunistischen Partei Chinas und der von ihr getragenen Regierungsstellen geführt werden konnten. Umgekehrt bezichtigt China die USA, aktiv in den Aufbau von Angriffswaffen im Web zu investieren. Stuxnet ist definitiv eine Versuchsanordnung für solche Angriffswaffen gewesen – gerätselt wird nur noch darüber, wer diesen Test initiiert hat.

Inzwischen investieren nahezu alle Rüstungskonzerne in den Aufbau eigener Sicherheitsdivisionen, die Dienstleistungen erbringen sollen, mit denen Angriffe abgewehrt und selbst Cyberschläge unternommen werden können. Die Unterscheidung ist auch kaum noch zu leisten. Die USA wollen jedenfalls die Ausgaben für Sicherheitsmaßnahmen im Netz von 7,4 Milliarden Dollar im Jahr 2008 auf 10,7 Milliarden Dollar im Jahr 2013 anheben – nur zur Verteidigung, versteht sich.

Friedliche Aussichten im World Wide Web. Die Aufmerksamkeit, die Wikileaks und ihr Gründer Julian Assange in den letzten Wochen auf sich gezogen haben, dürfte den Cyberwarlords so unlieb nicht gewesen sein. Die wahre Aufmarschlinie liegt nicht in der Veröffentlichung von Plaudereien aus dem Außenministerium. Dass die Cyberwarrior im kommenden Jahr eine Auszeit nehmen, ist nicht zu erwarten. Wir alle sind nur „bedingt abwehrbereit“.

In diesem Sinne: eine friedliche Weihnachtszeit wünscht Heinz-Paul Bonn.

Social im sozialen Sinne ist noch lange nicht sozial

Für sozial, pardon: social steht heute nur einer: Mark Zuckerberg, 26, und im Moment dabei, mit Facebook Deals die Welt der Handelsorganisationen zu revolutionieren. Als Plattform, die das Privatleben von Pubertierenden ausquetscht, ist Facebook längst etabliert. Jetzt geht es darum, den Handel auszuquetschen. Und mit Facebook Deals kann das jetzt jeder. Das ist doch echt sozial, oder?

Im August startete Zuckerberg mit Facebook Places einen ersten Coup, der ahnen ließ, dass die Möglichkeiten, im sozialen Netzwerk Privates auszuposaunen, längst noch nicht erschöpft sind. Mit speziellen Smartphone-Apps konnten sich Facebookinisten überall auf der Welt „einchecken“, um damit nicht nur der ganzen Community mitzuteilen, wo man sich gerade befindet, sondern auch zu checken, mit wem aus der direkten Umgebung man sich denn zu einem Cafe Latte treffen könnte.

Und jetzt gibt’s den Cafe Latte auch „für umme“, oder zumindest fast umsonst. Jedenfalls zumindest in den USA; also vorerst. Die Deutschen dürfen noch nicht mitmachen, weil sie schon bei Facebook Places, hierorts als Facebook Orte bekannt nicht so richtig mitmachen wollten. Da stand Deutschland nämlich noch im Banne von Googles Street Woo-Doo und schreckte zurück.

Facebook Deals zeigt nun jedem, der sich bei Fashion-Kette „Hager & Mager“eincheckt, 20 Prozent auf alles (außer Tiernahrung). Die amerikanische Feinschmeckerkette „Golden Eagle“ spendete für jeden „Checker“ einen Dollar für einen guten Zweck (vielleicht Word Wide Weight Watchers?). Und die Modemarke „Good American Pants“ verschenkt 10.000 Jeans an die ersten 10.000 Facebook-Dealer aus.

Man muss sich mal vorstellen, was passiert, wenn sich die halbe Milliarde Facebook-Nutzer zum Schnäppchenkauf verabreden. Künftig werden die „Like-It“-Buttons („Gefällt mir“) nicht nur unter Online-Artikeln und Youtube-Filmchen stehen, sondern auch als weltweites Empfehlungsschreiben an fair gehandeltem Kaffee, Tunfisch ohne Delfinfleisch oder linksgedrehten probiotischen Activ-Joghurtkulturen kleben. Der private Konsument als globale Marktmacht.

Und umgekehrt führt das permanente Ein- und Auschecken zu einem detaillierten Bewegungsprofil, von dem noch nicht einmal im Datenschutzbad galvanisierte RFID-Protagonisten geträumt haben würden. Es wäre nicht zum ersten Mal, dass sich der Verdacht, Facebook könne mit den so erhobenen Daten auch einen schicken Handel aufziehen, bestätigen. Und dieses Geschäft wird sich mit wachsender Community mehr und mehr lohnen.

Aber wäre es nicht toll, eine Firma zu besitzen, die solches bewirkt? So wie Mark Zuckerberg, der das Unternehmen vor – ist das wirklich erst 2004 gewesen? – sechs Jahren gründete und heute mit seinem Minderheitsanteil Börsenmilliardär ist. Microsoft, das auf der Suche nach einem Geschäftsmodell für das Web auch bei Facebook vorbeigeschaut hatte, durfte gerade mal 1,5 Prozent der Anteile übernehmen – für 240 Millionen Dollar. Mehr war wohl vor zwei Jahren nicht drin – Google immerhin ging 2007 völlig leer aus.

Jetzt scheint Google die Finger nach Twitter auszustrecken. Und schon wird Microsoft-Chef Steve Ballmer bei einem heimlichen Gespräch mit Dick Costolo, dem gegenwärtigen CEO von Twitter gesehen. Costolo hatte die von ihm gegründete Social Network-Company Feedburner an Google verkauft, hat also bereits beste Verhandlungsbeziehungen zum Suchmaschinenriesen. Ein Wettbieten von Google und Microsoft um Twitter wäre allerdings nichts anderes als eine Übersprunghandlung. Das soziale Netz gehört (noch) nicht Twitter, sondern Facebook – und mit bis zu 50 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung ist die Zuckerberg-Firma auch schon nahezu unangreifbar.

Die Online-Werbung honoriert bereits die Machtverschiebungen und bucht zunehmend bei Facebook. Im März 2010 war Facebook erstmals die meistbesuchte Webseite – vor Google. Und künftig ist die Frage wichtiger, was „Freunde“ lesen und „gut finden“, als zu wissen, was Googles Suchmaschine empfiehlt. Facebook muss nicht einmal wie Google einen eigenen Maildienst aufziehen – es macht sich einfach die Services der Maildienste zu Eigen. Und von dort zu einer kompletten Cloud-Plattform für Privates und Büro ist es auch nicht mehr weit.

Die Geschichte wiederholt sich: Was Microsoft bei IBM abjagte, fraß in den letzten Jahren Google auf, das sich heute bereits gegen Facebook wehren muss. Die Nahrungskette ist komplett – aber nicht unbedingt sozial. Ein Haufischbecken ist dagegen ein Kindergarten.

IT-Gipfel in Dresden – die silizianische Eröffnung

Fehlt uns dieses Gen? Dieses Software-Erfolgsgen, mit dem die europäischen Einwanderer ihre US-amerikanischen Nachfahren offenbar so überreichlich ausgestattet haben? Fast möchte man verzagen, wenn man die Weltbedeutung von Microsoft, Google oder gar Oracle sieht. Auch Ebay oder Amazon, deren zentraler Geschäftsbaustein eigentlich in Software gegossene Prozesse sind, lassen Daten und Programme aus deutschen Sourcen blass aussehen. Dabei ist doch Software eigentlich und vor allem programmierte Verfahrenstechnik – also eine der Domänen aus dem Land der Denker und Lenker.

Für den heute beginnenden deutschen IT-Gipfel hätte es kaum einen sinnfälligeren Standort geben können: Dresden. Von diesem Hightech-Standort – dem Silicon Saxony, das wiederum Teil des SolarValleys Mitteldeutschland ist – soll der entscheidende Impuls für einen veritablen IT-Gipfelsturm ausgehen. „Dresden21“, so hofft der Austragungsort, soll neuen Schwung in die Anstrengungen um halbleitergestützte „grüne Energie“ bringen – wobei der christdemokratische EU-Kommissar Günther Oettinger unlängst die parteipolitische Prädisposition des Begriffs „grüne Irgendwas“ bemängelte. Aber im verschneiten Elbflorenz spürt man die silizianische Eröffnung im High-Tech-Chess: mit Sensoren, Halbleitern, Energiesparkonzepten und der nötigen Software lässt sich ein Wachstums-Cocktail mixen – parteiübergreifend.

Denn nachdem die Sherpas ein halbes Jahrzehnt  lang immer wieder Koffer voller Investitions- und Innovationspläne für die Telekommunikations-Infrastruktur zum Gipfelkreuz getragen haben, wird diesmal intensiv darüber diskutiert, wie den Produzenten der Inhalte, die über dieses Kommunikationsnetzwerk transportiert werden sollen, unter die Arme gegriffen werden kann. Mit SAP und SAG kommen zwar zwei Weltmarktführer aus deutschen Landen, „das war es aber auch“, wie Zeit-Redakteur Marcus Rohwetter letzte Woche wenig feinsinnig im Gespräch mit SAG´s Frontmann Karl-Heinz Streibich dazwischen warf.

Es ist die alte Argumentation der 68er, für die der Zeit-Kollege (Jahrgang 73) aber eigentlich zu jung sein dürfte. Der Tatsache, dass Deutschland Gefahr läuft, im internationalen Vergleich der Softwaregiganten den Anschluss zu verlieren, wird der Szene genau so zum Vorwurf gemacht wie die Tatsache, dass sie auf einem IT-Gipfel konzertierte Maßnahmen zur Behebung dieses Rückstands fordert. Es ist eine gefährliche Logik, Zuwendungen für traditionelle Branchen wie Kohle und Stahl, Auto- und Maschinenbau mit Blick auf deren schmeichelnden Wirkung am Arbeitsmarkt gutzuheißen, während Anfragen aus Zukunftsbranchen wie der Software-Industrie wie ein unsittlicher Antrag behandelt werden.

Dabei könnte die Förderpolitik zur Informationswirtschaft und Telekommunikation absurder kaum sein: Als würden die Autos schon entstehen, wenn man nur breit Autobahnen baut, wird in Deutschland das Breitbandnetz konsequent erweitert, während Inhalte der Kommunikation aus dem angloamerikanischen Raum stammen: Wir subventionieren Google ebenso wie eBay, wenn wir die Leitungen ausbauen ohne auf die Stärkung der eigenen Leistungen zu achten. Zu Recht beklagt dies Karl-Heinz Streibich im Zeit-Interview – auch wenn es den Anschein hat, als würde sein Interviewpartner ihn nicht verstehen wollen.

Die Kanzlerin aber sollte. Denn gerade Maschinen- und Automobilbau haben einen besonderen Vorteil, wenn Systemtechnik, Software und Internet mit deutscher Ingenieurskunst vorangetrieben werden. Wir sind gerade dort gut, wo ganzheitliche Ansätze gefragt sind – in der Logistik und im Verkehrswesen, in der Steuerung von Maschinen und Prozessen, im Zusammenspiel von Sensoren und Aktoren. Das „Internet der Dinge“ und das „Internet der Sinne“ sind Beispiele für Zukunftsoptionen der deutschen Hightech-Branchen. Und die „grüne“, pardon: parteipolitisch farblose, Energie ist ebenfalls ein Betätigungsfeld für deutsche Ingenieurtugenden. Wer in Dresden Strom erzeugt, dreht den Strom auch in Hamburg oder Bremen – das entsprechende Internet der Hochspannungsleitungen vorausgesetzt.

Wenn vom Gipfel in Dresden ein Signal für „Silicon21“, „Software 21“ oder für das „Web 21“ ausgeht, hat sich die Schlepperei für die Sherpas und Gipfelstürmer gelohnt. Wenn nicht, geht es vom Gipfel aus nur noch in eine Richtung – nämlich bergab.

Veni, vidi, Wiki

Uns sind jetzt etwa 250.000 Dokumente aus dem US-Wirtschaftsministerium zugespielt worden, die nach ihrer Veröffentlichung im Internet dafür sorgen werden, dass die Geschichte der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen völlig neu geschrieben werden muss. Die amerikanisch-deutsche Ökonosphäre ist demnach ein Tummelplatz teflon-beschichteter, unkreativer Risikoträger, deren Gedanken wenig substanziell zu sein scheint. Beide Seiten haben sich, wie es scheint, nichts geschenkt. Eins aber ist sicher – das Verständnis historischer Wirtschaftskrimis kann nun endlich gelingen. Eine Auswahl exklusiv für Bonnblog-Leser:

Der Schaffner: Herman Hollerith wurde in einem internen Papier des deutschen DEHOMAG-Gründers Willy Heidinger aus dem Jahre 1911 als „lochfixierter Fahrscheinknipser aus Buffalo“ bezeichnet, der es in Deutschland zu kaum mehr als einem Oberschaffner bringen werde. Hollerith hatte sich zu diesem Zeitpunkt längst mit IBM-Gründer Thomas J. Watson über den Verkauf der Lochkartengesellschaft geeinigt.

Der Lötkolben: Bevor Konrad Zuse sich hilfesuchend an die Großindustrie wandte, um für seine notleidende Computerfirma Investoren zu finden, hatte das amerikanische Verteidigungsministerium dem Computererfinder bereits alle Technologie abgeguckt. Kommentar eines hochrangigen Ministeriumsmitarbeiters: „Mit dem Lötkolben ist er fix, doch seine Rechner taugen nix.“

Die Alm-a-Mater: Als Andreas von Bechtolsheim 1977 von der Carnegie-Mellon-University nach Stanford weitergereicht wurde, wurde der Dekan in Palo Alto bereits durch eine vertrauliche Mitteilung vorgewarnt. „Es reicht, wenn Sie ihn den Sommer über da behalten. Aber Vorsicht: dieser Farmer´s Boy melkt alles, was nicht bei drei auf der Palme ist.“

Der Lumpen-Sammler: Ende der siebziger Jahre wurde Deutschlands führender Computer-Unternehmer Heinz Nixdorf vom damaligen US-Präsident Jimmy Carter ins Land geholt, um die Automatisierung des amerikanischen Bankenwesens voranzutreiben. Die Kooperation endete 1981 – den Grund offenbaren jetzt Kopien seines geheimen Tagebuchs: Heinz Nixdorf hatte sich mehrfach über „die Lumpen in der Bank“ geäußert. Wie sich jetzt herausstellt, meinte er aber nicht die Broker, sondern die Dollar-Noten, die sich ständig in den Nixdorf-Zählautomaten verhedderten.

Der Hör-Geschädigte: Während Deutschland seine Wiedervereinigung organisierte, arbeitete Karlheinz Brandenburger bei den AT&T Bell Laboratories als Postdoctoral member of technical staff. Sein damaliger Betreuer notierte in einem Memorandum für das amerikanische Postministerium: „Der Mann ist absolut unempfänglich für die Höhen und Tiefen der Musik.“ Angeblich hatte Brandenburger den Amerikanern ein Verfahren vorgeschlagen Audiodateien so zu beschneiden, dass sie über die völlig überlasteten Telefonleitungen übertragen werden können.

Das Gesäß: Endgültig Klarheit gibt es nun auch über den Vorfall, der Larry Ellison und Hasso Plattner 1996 endgültig entzweit hat: Im Amerikanischen Olympischen Komitee sind Fotos aufgetaucht, die den SAP-Gründer nach dem Mastbruch der Yacht Morning Glory gezeigt haben, als der Oracle-Chef dem Kontrahenten jedwede Hilfestellung verweigert hatte. Demzufolge hat der Deutsche dem Amerikaner tiefere Einblicke gewährt als bisher vermutet.

Wir werten die Fülle der Dokumente weiter aus und melden uns zu gegebener Zeit mit neuen Enthüllungen. Eins ist jedenfalls sicher: Die Dokumente sind der 11. September der Ökonomie.