210510 Bonns BonBons

Bonns BonBons – frisch gepickt

Update vom 23. September 2021 – 21:00 Uhr:
US-Regierung zoomt auf Zoom

Zoom will die US-Firma Five9, einen Spezialisten für in der Cloud betriebene Call-Center, kaufen. Damit könnte das Unternehmen sein Geschäft über Videokonferenzen hinaus ausbauen. Zoom will mit eigenen Aktien den Kaufpreis von 14,7 Milliarden Dollar zahlen. Da aber Five9 Entwicklungsressourcen in Russland hat und Zoom wiederum in China entwickelt, hat die US-Regierung jetzt eine Untersuchung der möglichen Akquise gestartet. Nach einem Umsatzsprung um 300 Prozent will Zoom nun seine Collaboration-Lösung um weitere Funktionen ausbauen.

Update vom 21. September 2021 – 20:30 Uhr:
Evergrande: Too Big to Fail

Der drohende Kollaps des Immobilienkonzerns Evergrande erinnert an die Lehman-Pleite vor 13 Jahren. Die Angst, dass ein Aus eine weltweite Kettenreaktion auslösen könnte, hat schon die Börsen erreicht – mit der Folge, dass weltweit Börsenkurse einbrechen. Evergrande ist durchaus systemrelevant: Experten schätzen, dass die Immobilienbranche rund ein Drittel der Wirtschaftsleistung in China ausmacht. Eine Pleite des Großkonzerns Evergrande würde die gesamte Branche in eine Krise stürzen – mit der Folge, dass wohl auch unzählige Zulieferer und Baufirmen Insolvenz anmelden müssten. So ähnlich hat tatsächlich auch die Finanzkrise 2008 begonnen. Chinas Staats- und Parteiführung kann Evergrande fallen lassen – oder auch nicht: too big to fail.

Update vom 21. September 2021 – 14:15 Uhr:
Videocalls: zu oft, zu lang, zu wenig effizient

40 Prozent der Büroangestellten in Deutschland sitzen bis zu fünf Stunden pro Woche in Videocalls. Bei 23 Prozent dehnt sich dies sogar auf bis zu zehn Stunden aus. Das ergab eine Studie des auf Collaboration spezialisierten Software-Anbieters Atlassian. Dabei zeigte sich auch: 60 Prozent der Befragten halten Videocalls zwar für notwendig, empfinden aber virtuelle Meetings als langwierig (16 Prozent), zu lang (20 Prozent) und viel zu häufig (15 Prozent). Allerdings: Auch vor der Pandemie und der Flucht ins Home Office gab es bereits Studien, in denen Mitarbeiter die (physischen) Meetings für zu langatmig und zu wenig effizient bewerteten. Das beweist: die Technologien ändern sich, der Mensch nicht…

Update vom 16. September 2021 – 16:15 Uhr:
Digitale Dekade

Im Frühjahr hat die EU-Kommission ehrgeizige Ziele formuliert, die die digitale Dekade bis zum Jahr 2030 einläuten sollen. Zu den Errungenschaften sollen bis dann gehören: alle Haushalte erhalten Internet in Gigabitgeschwindigkeit, 5G-Abdeckung soll flächendeckend erreicht sein, wichtige Behördengänge sollen online erledigt werden können, 20 Millionen IT-Fachleute sollen in der EU arbeiten und mindestens 20 Prozent der weltweiten Produktion von Halbleitern sollen in der EU stattfinden. Bisher ist das viel Soll und wenig Haben. Das soll sich ändern, weil künftig auch mehrere EU-Länder in einem Gemeinschaftsprojekt zusammenarbeiten sollen – wie etwa bei der europäischen Daten-Cloud Gaia-X. Außerdem sollen die erreichten Fortschritte stärker kontrolliert und in einem jährlichen Bericht zu Lage der digitale Dekade veröffentlicht werden. Wenns hilft…

Update vom 16. September 2021 – 15:45 Uhr:
Charles Bell wechselt von AWS zu Microsoft

Microsoft baut derzeit eine eigene Unternehmens-Einheit für IT-Sicherheit auf und will nach eigenem Bekunden bis zu 20 Milliarden Dollar für die Entwicklung von Security-Features investieren. So weit so gut. Doch als künftigen Chef dieser Abteilung hat Microsoft den langjährigen Entwicklungschef bei Amazon Web Services (AWS), Charles Bell, abgeworben. Und das könnte Ärger geben. Denn auch wenn der langjährige Amazon-Manager, der durch den Verkauf seines Startups zum Logistik- und Cloud-Riesen kam, keine Interna ausplaudern wird – allein der Verdacht, Bell könnte bei einem Pausengespräch Einblicke in bisherige AWS-Geheimnisse wiedergeben, dürfte den streitsüchtigen Amazon-Gründer Jeff Bezos nicht ruhen lassen. Die Zahl der Rechtsstreitigkeiten zwischen Microsoft und Amazon ist ohnehin schon groß genug, nachdem sich beide gegenseitig Milliardenaufträge aus dem US-Verteidigungsministerium und der National Security Agency streitig gemacht haben. Doch unabhängig von der Personalie: Das Engagement von Microsoft bei IT-Sicherheit kann angesichts der aktuellen Bedrohungslage durch Cybercrime nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Update vom 14. September 2021 – 21:30 Uhr:
Finanzsoftware als Kern

Komplexe Unternehmenslösungen werden oft um den Kern einer Finanzsoftware herum ausgebaut – so entstand zum Beispiel das heutige SAP-Lösungsangebot. Das Prinzip scheint sich jetzt für die Zielgruppe kleiner und mittlerer Unternehmen zu wiederholen: Der Softwarekonzern Intuit erwirbt für zwölf Milliarden Dollar das E-Mail-Marketing-Unternehmen Mailchimp, das zusätzlich auch Lösungen für das Customer Relationship Management anbietet. Es ist die größte Übernahme in der Geschichte von Intuit. Der US-Konzern ist bekannt für das Steuerprogramm Turbotax, die Finanz-App Mint und das Buchhaltungsprogramm Quickbooks für kleine Unternehmen. Im Jahr 2020 kaufte das Unternehmen die Finanzplattform Credit Karma für 7,1 Milliarden Dollar.

Update vom 13. September 2021 – 23:00 Uhr:
Open Source ist Common Sense

Nahezu drei Viertel der Unternehmen in Deutschland nutzen Open-Source-Software, hat der Hightech-Verband Bitkom in einer repräsentativen Studie herausgefunden. Nur sieben Prozent der befragten IT-Entscheider lehnen gemeinfreier Software kritisch oder ablehnend ab. Dabei ist der Einsatz bei Unternehmen mit mehr als 2000 Mitarbeitern sogar noch beliebter: 87 Prozent nutzen dort Open Source. Während knapp ein Viertel vor allem Kosteneinsparungen sehen, nutzt jedes siebte Unternehmen Open Source, weil sie Zugriff auf den Quellcode haben, den sie zum Beispiel weiterentwickeln oder individualisieren können. Bei den Nachteilen dominieren die Klassiker: Fachkräftemangel und hoher Schulungsbedarf.

Update vom 10. September 2021 – 13:00 Uhr:
Pflichtfach Digitalisierung: Drei minus!

Das Thema Digitalisierung findet in der aktuellen Wahlkampf-Debatte kaum seinen Niederschlag. Allenfalls bei der vagen Formulierung, Klimaschutz müsse durch Innovationen erreicht werden, kann man die digitale Transformation erahnen. Mit Blick auf die digitalen Versäumnisse der vergangenen vier Jahre geben die Deutschen den im Bundestagsparteien denn auch nur eine Drei minus im „Pflichtfach Digitalisierung“. In einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom sprachen sich 99 Prozent für eine Digitalisierung der Schulen aus. 97 Prozent forderten die Bekämpfung der Internetkriminalität. 96 Prozent machten sich für den Schutz der persönlichen Daten stark. Die Digitalisierung der Verwaltung fordern 87 Prozent. Interessant auch: 59 Prozent würden sich gerne online an der politischen Willensbildung beteiligen, 61 Prozent befürworten eine Online-Wahl als dritte Alternative zur Briefwahl und zum physischen Wahlgang.

Update vom 9. September 2021 – 21:00 Uhr:
Cybersicherheitsstrategie verabschiedet

2011 hatte die damalige Bundesregierung eine erste Cybersicherheitsstrategie verabschiedet, die 2016 fortgeschrieben wurde. Am vergangenen Mittwoch hat die noch amtierende Bundesregierung mit der ressortübergreifenden Cybersicherheitsstrategie den Rahmen für die kommenden fünf Jahre gesetzt: Um Daten der Bundesbehörden zu schützen, soll demnach künftig sichergestellt werden, „dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) frühzeitig in Digitalisierungsvorhaben des Bundes eingebunden wird“. Zudem sei „unter anderem zu prüfen, ob Ermittlungsmaßnahmen, wie Telekommunikationsüberwachung und Online-Durchsuchung, auch für die Ermittlung von Computerdelikten zur Verfügung stehen sollten“. Außerdem sollen durch klar benannte Meldewege rechtliche Unsicherheiten bei der Aufdeckung von IT-Schwachstellen bei Unternehmen ausgeräumt werden.

Update vom 8. September 2021 – 12:00 Uhr:
Digitales Wahlprogramm mit Lücken

Am Montagabend hat die CDU ihre Strategie für die digitale Modernisierung Deutschlands vorgelegt. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg: Bislang hat die Digitalisierung im Wahlkampf noch keine zentrale Rolle gespielt, obwohl sie für unser Land eine fundamentale Bedeutung hat. Sei es für das Erreichen der Klimaziele, für einen wirkungsvollen Kampf gegen Corona oder den Erhalt einer international wettbewerbsfähigen Wirtschaft.“ … „Die Vorschläge bleiben allerdings teils vage und kommen beispielsweise bei den Themen Digitale Souveränität und Gaming über die Formulierung von Zielen nicht hinaus und bleiben einschlägige Maßnahmen dort weitgehend schuldig. Auch erschließt sich manche Zielsetzung nicht, z.B. Deutschland zum weltweiten Leitmarkt und Standort Nr. 1 für Games zu machen, andererseits aber so wichtige Zukunftsfelder wie 6G, Technologien für das autonome Fahren oder KI in der Medizin vollständig unerwähnt zu lassen. Bemerkenswert ist, dass die Union eines ihrer Kernthemen – die Sicherheit – mit Blick auf den Cyberraum und die digitale Welt mit keinem Wort berührt. Auch das Urheberrecht und die Bekämpfung von Hasskriminalität im Netz bleiben außen vor.“

Update vom 7. September 2021 – 13:30 Uhr:
Deutsche Telekom will Mehrheit an T-Mobile US

Um rund 5,3 Prozentpunkte auf zunächst 48,4 Prozent steigt die Beteiligung der Deutschen Telekom an der US-Tochter T-Mobile nach einem komplexen Aktiengeschäft. Die Aufstockung sei Teil des Ziels, mehr als die Hälfte der Anteile zu erreichen, teilte der Dax-Konzern heute mit. Dazu wird erstens gegen Sacheinlage das Kapital erhöht, um 45 Millionen Aktien von T-Mobile US, die bisher im Besitz des japanischen Investors Softbank waren, zu erwerben. Zweitens erhält Softbank 225 Millionen neue Telekom-Aktien und wird mit 4,7 Prozent Anteil der zweitgrößte Aktionär. Die Telekom-Aktien werden dabei mit 20 Euro und damit deutlich über dem aktuellen Kurs bewertet. Und drittens solle T-Mobile Netherlands an ein Konsortium verkauft werden. Dabei erwarten die Bonner einen Zahlungseingang von 3,8 Milliarden Euro.

Update vom 3. September 2021 – 21:15 Uhr:
Alexa, mach den Fernseher an!

Dass man Filme und Videostreams bei Amazon Prime laden kann, ist für viele, die sich nicht von den Sendern vorschreiben lassen wollen, was und wann sie gucken, eine willkommene Alternative. Dass immer mehr Streamingdienste – und inzwischen auch Amazon – eigene Produktionen launchen, ist ebenfalls ein längst etablierter Trend. Aber dass diese Streamingdienste nun hingehen und eigene TV-Geräte produzieren, das bereitet nur Amazon vor. In Indien gibt es bereits einen BasicTV und von Amazon inspirierte und initiierte Geräte gibt es auch von anderen Herstellern, zum Beispiel von Toshiba. Doch schon im Oktober will Amazon dem Vernehmen nach mit eigenen TV-Angeboten in den USA aufschlagen. Erweiterte Menüfunktionen sollen dann mehr Komfort für den Zuschauer und mehr Daten über Sehgewohnheiten für Amazon bringen.

Update vom 2. September 2021 – 20:30 Uhr:
WhatsApp auf dem falschen Fuß erwischt

77,5 Millionen Euro hatte die Facebook-Tochter WhatsApp in Irland als Rücklagen in die Bilanz gestellt in Erwartung möglicher Strafzahlungen. Doch die jetzt von der Irischen Datenschutzbehörde – dem Data Protection Commission (DPC) – erhobene Geldstrafe in Höhe von 225 Millionen Euro übersteigt das Erwartete um das Doppelte. Nach Einschätzung der DPC und anderen europäischen Datenschutzbehörden hat WhatsApp gegen die Datenschutz-Grundverordnung verstoßen, indem es Personendaten an den Mutterkonzern Facebook weitergegeben haben soll. Tatsächlich ist aber die irische Behörde wohl eher zu dieser hohen Summe gedrängt worden. Irland hat durch attraktive Steuergesetze eine Reihe von Internet-Firmen angelockt, die dort ihren europäischen Hauptsitz haben – neben Facebook zum Beispiel auch Apple. Amazon, das seinen Hauptsitz in Luxemburg hat, musste im Sommer die höchste in der EU vergebene Strafe verkraften: 746 Millionen Euro.

Update vom 1. September 2021 – 12:30 Uhr:
Mehr Geld für Sicherheit

85 Prozent der Unternehmen gaben im Corona-Lockdown mehr für Sicherheit aus als vor der Pandemie. Und 72 Prozent der von Micro Focus befragten IT-Manager haben ihr Team erweitert. Und 79 Prozent der Unternehmen gaben an, vor allem zukunftsorientierte Sicherheitstechnologien wie Machine Learning und künstliche Intelligenz einzusetzen. Der aktuelle State of Security Operations Report zeigt interessante Trends: Fast die Hälfte der deutschen Unternehmen haben Probleme bei der präventiven Bedrohungserkennung, doch immerhin nutzt ein Drittel die Erkenntnisse aus früheren Bedrohungen zur Optimierung ihrer Abwehr. Und – wie eigentlich immer bei IT-Themen – suchen die Unternehmen händeringend nach qualifiziertem Personal.

Update vom 31. August 2021 – 15:30 Uhr:
Ein „großer Schuss“ für Deutschland

„In Deutschland bestimmt sehr oft der Langsamste das Tempo. Und wenn die Bremser die Geschwindigkeit bestimmen, dann kommen wir nicht voran.“ Das sagte Bitkom-Präsident gegenüber dem Handelsblatt und erwartet einen „großen Schuss“ an Innovationsbereitschaft in der nächsten Bundesregierung. In ihr solle vor allem ein Digitalministerium aufgebaut werden, das „die Federführung bei digitalen Kernprojekten und Koordinierungsrechte gegenüber anderen Ressorts haben“ muss, fordert er. In dem Ministerium sollten insbesondere der Breitbandausbau und die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung angesiedelt sein. „Innovative Technologieprojekte und die Leitung des Digitalkabinetts sollten ebenfalls in der Hand des Digitalministeriums liegen.“

Update vom 30. August 2021 – 17:00 Uhr:
Analoges Triell

Die Blitzumfrage von Forsa unter 2500 Fernsehzuschauern nach dem „Triell“ der Kanzlerkandidaten am Sonntagabend ist ziemlich eindeutig. 36 Prozent fanden, dass Olaf Scholz „alles in allem gewonnen“ habe. 30 Prozent sahen Annalena Baerbock und 25 Prozent Armin Laschet vorn. Auf die Frage, „wem trauen Sie am ehesten zu, das Land zu führen?“, votierten sogar 47 Prozent für Scholz, 24 Prozent für Laschet und 20 Prozent für Baerbock. Doch es gibt auch einen klaren Verlierer in der Debatte der Kanzlerkandidaten: die Digitalisierung. Während der gesamten Befragung erwähnte keiner der Kandidaten auch nur einmal die Notwendigkeit, Deutschland weiter digital aufzurüsten. Weder das Thema Breitbandausbau, noch die notwendige Entbürokratisierung der öffentlichen Hand oder die digitale Transformation der Wirtschaft wurden auch nur erwähnt. Wenn überhaupt, konnte man den digitalen Wandel im Zusammenhang mit der Klimadebatte erahnen: der Klimawandel solle durch Innovation und nicht durch Verbote gestoppt werden. Alle drei Kandidaten stecken noch fest im analogen Weltbild. Der Rest ist Neuland.

Update vom 27. August 2021 – 19:30 Uhr:
Fachkräftemangel verschärft sich

Rund zwölf Millionen Facharbeiter und Akademiker arbeiten hierzulande in sogenannten MINT-Berufen – also mit Hintergrund in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik. Das sind schon jetzt zu wenig, doch der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden zehn Jahren deutlich verschärfen: Ab dem Jahr 2030, so schätzt das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln in einem Gutachten, werden jährlich mehr als 330.000 MINT-Angestellte in Rente gehen. Aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass dieser Verlust nicht durch die jetzigen MINT-Absolventen in Studium und Lehrberufen ausgeglichen werden kann. Da gleichzeitig immer mehr Unternehmen für die Digitalisierung ihrer Produkte und Prozesse qualifiziertes Fachpersonal suchen, wird sich die Lage noch zusätzlich verschärfen.

Update vom 27. August 2021 – 17:15 Uhr:
Heimarbeitsplatz richtig gestalten

Mittelständische Unternehmen, aber auch die öffentliche Hand müssen sich mehr und mehr darauf einstellen, dass Homeoffice-Arbeitsplätze zum neuen Normal gehören. Doch die Beschaffung der entsprechenden Ausrüstung ist mit dem Erwerb eines Laptops und einer sicheren Internetverbindung nicht getan. Deshalb hat der Hightech-Verband Bitkom den Leitfaden „Arbeiten im Homeoffice. Empfehlungen für die Arbeitsplatzgestaltung“ verfasst, der verschiedene Arbeitsplatzsituationen beschreibt herstellerneutrale Empfehlungen ausspricht. Neben Fragen zur technischen Infrastruktur geht es auch im IT-Sicherheit und Barrierefreiheit.

Update vom 26. August 2021 – 18:15 Uhr:
Macht Corona unfrei?

65 Prozent der Deutschen finden die soziale Marktwirtschaft, wie sie hierzulande praktiziert wird, okay. Nur 15 Prozent der in einer repräsentativen Allensbach-Umfrage Befragten finden dieses Wirtschaftssystem nicht gut. Besonders wichtig sind vier von fünf Deutschen faire Löhne und sieben von zehn Befragten sichere Arbeitsplätze. Damit hat die Corona-Krise die Einstellung zum aktuellen Wirtschaftsleben deutlich gebessert. Gleichzeitig aber – das ergab eine weitere Allensbach-Umfrage – fühlen sich nur noch 36 Prozent der Deutschen frei. Nur 45 Prozent bejahten die Frage: „Haben Sie das Gefühl, dass man heute in Deutschland seine politische Meinung frei sagen kann?“. Die Umfragen wurden von der Redaktion des Compact-Magazins für ein Wahlkampf-Special in Auftrag gegeben.

Update vom 25. August 2021 – 17:15 Uhr:
Was macht eigentlich… Gavriella Schuster?

Nach 25 Jahren bei Microsoft, in denen sie nicht nur vielversprechende Produktentwicklungen leitete, sondern zuletzt auch das äußerst erfolgreiche Microsoft-Ökosystem in der One Channel Partner Community zusammenfasste, hat Gavriella Schuster Microsoft verlassen, um – was schon im letzten Quartal geschah – die Verantwortung für das internationale Partner-Management an Rodney Clark, mit 23 Jahren Betriebszugehörigkeit ebenfalls ein Microsoft-Veteran, übergeben. Jetzt hat Schuster Microsoft offiziell verlassen, um sich ganz einem Thema zu widmen, dessen Bedeutung ihr nach eigenem Bekunden in den letzten Jahren mit aller Deutlichkeit klar geworden sei: Diversity und Gender Equality. Deshalb ist sie inzwischen den Beiräten einer ganzen Reihe von diesem Thema gewidmeten Non-Profit-Organisationen beigetreten Women in CloudWomen in Technology Network (WIT), International Association of Microsoft Channel Partners (IAMCP), SHE community und Women’s Business Collaborative. Darüber hinaus sitzt sie im Aufsichtsrat des Softwareanbieters Corent Technologies und sitzt dem Advisory Board von Artificial Solutions vor. Und nicht zuletzt ist sie Strategieberaterin im Aufsichtsrat von Berkshire Partners – nicht zu verwechseln mit Warren Buffets Investmentfirma Berkshire Hathaway. Dort wird sie sich um mehr Diversität in der Tech-Industrie bemühen.

Update vom 24. August 2021 – 19:15 Uhr:
Vorsicht vor falschen Microsoft-Mitarbeitern

Der Anruf kommt unaufgefordert – und das wäre eigentlich schon verdächtig genug. Die Polizei warnt nach mehreren Vorfällen in Hessen und Nordrhein-Westfalen, dass angebliche Microsoft-Mitarbeiter in den letzten Wochen versuchen, PC-Benutzer am Telefon dazu zu drängen, Schadsoftware auf ihren Computer gegen Gebühr aufzuspielen, mit deren Hilfe dann Kontoüberweisungen getätigt werden können. Alternativ werden gefälschte Warnhinweise im Browser angezeigt. Die Verbraucherzentrale hat ein paar Hinweise und Schutzmaßnahmen zusammengestellt, um den Tricksern die Übergriffe zumindest schwieriger zu machen. Microsoft betont, dass Mitarbeiter niemals unangemeldete Telefonate führen und ohnehin praktisch alle Fixes am PC über Emails erfolgen.

Update vom 13. August 2021 – 21:15 Uhr:
Angriff auf das Rückgrat der Wirtschaft

Bisher gingen Sicherheitsexperten davon aus, dass vor allem die kaufmännische Seite der Unternehmens-IT von Cybercrime bedroht sind – also Anwendungen, die die unmittelbare Handlungsfähigkeit eines Unternehmens sicherstellen. Doch mehr und mehr richten sich die Angriffe von Hackern auf die industrielle Infrastruktur – also Gas- und Öl-Pipelines, Stromnetze, Telekommunikationsleitungen und nicht zuletzt Produktionsanlagen. Doch wie der Ransomware-Angriff auf eine US-amerikanische Benzinleitung im Frühjahr zeigte, erweisen sich gerade solche Ziele es besonders lohnend für Cyberkriminelle, die mit der Stilllegung von Infrastrukturen besonders hohe Summen einfordern können. Ihnen wird es nicht selten auch durchaus leicht gemacht, weil die technischen Systeme dieser industriellen Infrastrukturen oft veraltet und softwaretechnisch nicht auf dem neuesten Release-Stand sind. Das hat in den USA jetzt dazu geführt, dass Präsident Biden die Cybersecurity and Infrastructure Agency (CISA) sowie das National Institute of Standards and Technology (NIST) angewiesen hat, neue Sicherheitsstandards für kritische Infrastrukturen zu entwickeln.

Update vom 12. August 2021 – 20:45 Uhr:
Ohne Drohne

DHL hat jetzt das mit viel Brimborium vorgestellte Projekt, einen Lieferdienst mit Drohnen für schwer zugängliche Regionen aufzubauen, eingestellt. Der Grund: zu komplex und damit zu teuer. Auch Amazon hat offensichtlich seine Aktivitäten rund um die Liefer-Drohne eingestellt oder zumindest eingeschränkt. Ist das das Ende der Lieferung aus der Luft? Google oder UPS weiterhin daran, Pakete per Drohne zuzustellen.

Update vom 11. August 2021 – 18:15 Uhr:
Jeder achte Erdenbürger nutzt Tiktok

Mehr als eine Milliarde Nutzer hat das vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebte soziale Netzwerk Tiktok des chinesischen Anbieters Bytedance. Tiktok war unter anderem Hauptsponsor der Fußball-Europameisterschaft – und das hat sich offensichtlich ausgezahlt. Tiktok überflügelt damit Facebook und dessen Angebote Messenger, Whatsapp und Instagram. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte versucht, den Chinesen den Zugang zum US-Markt zu versperren, wenn Bytedance Tiktok nicht an amerikanische Investoren verkauft. Der amtierende US-Präsident Joe Biden hat diesen Ukas zwar zurückgenommen, gleichzeitig aber eine weitergehende Untersuchung zum Einfluss von sozialen Netzwerken angestoßen. Facebook nutzt jetzt die aktuellen Tiktok-Zahlen, um seine eigene Marktposition herunterzuspielen.

Update vom 9. August 2021 – 18:15 Uhr:
Nicht im Büro – aber doch ganz nah dran

Im Juli verbrachte nur noch jeder vierte Mitarbeiter die Arbeitszeit zumindest zeitweise zu Hause. Das schätzt das Münchner Ifo-Institut und sieht die Ursache nicht allein im Wegfall der Homeoffice-Pflicht für Unternehmen zurück. Vielmehr suchten die Menschen suchen wieder häufiger den persönlichen Kontakt. Das gilt sowohl für das Büro des eigenen Arbeitgebers, als auch für die Räumlichkeiten von Geschäftspartnern. Denn auch die Zahl der Dienstreisen ist wieder deutlich angestiegen. Doch vor allem in der IT-Wirtschaft ist die Wahl des individuellen Standorts oft frei, wenn die Aufgabenstellung nicht eine persönliche Anwesenheit verlangt. Das zeigt eine Studie des Mannheimer Forschungszentrums ZEW.

Update vom 6. August 2021 – 22:15 Uhr:
Frustriert im Job? Willkommen im Club!

47 Prozent der Büroangestellten sind nach einer repräsentativen Umfrage im Job frustriert – Hauptgrund: mangelnde Wertschätzung. Dies manifestiert sich in dem Gefühl fehlender Unterstützung durch das eigene Management, aber auch der Kunden und Klienten. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens Censuswide in Kooperation mit dem Online-Job-Vermittlungsportal fiverr. Besonders überraschen: IT-Fachleute, die immerhin angesichts des grassierenden Fachkräftemangels den Arbeitgeber und die Jobbeschreibung aussuchen können, sind im gleichen Trend – sie sind ähnlich frustriert, fühlen sich ähnlich missachtet und sind gleichermaßen ausgenutzt. Besonders spannend: fast die Hälfte erwartet flexible Arbeitszeitmodelle, um auch künftig nach Wahl im Home Office arbeiten zu können. Wenn nicht: Jobwechsel.

Update vom 5. August 2021 – 20:15 Uhr:
Das „Tal der Ahnungslosen“ ist überall

Zu Zeiten der Deutschen Demokratischen Republik galt der sarkastische Begriff „Tal der Ahnungslosen“ vor allem den Bezirken Greifswald und Dresden, in denen Westfernsehen nicht oder nur schwer zu empfangen war. Heute ist dieses Tal nahezu überall im vereinigten Deutschland verteilt – nämlich überall dort, wo Menschen nach wie vor zwangsweise offline sind. Das sind immer noch mehr als acht Millionen Menschen oder rund elf Prozent der Bevölkerung. Die leben insbesondere in ländlichen Gebieten Deutschland. Das ermittelte der Hightech-Verband Bitkom. Am 6. August 1991 veröffentlichte der Wissenschaftler Tim Berners-Lee seinen Vorschlag für ein World Wide Web – also genau vor 30 Jahren.

Update vom 4. August 2021 – 17:45 Uhr:
CDU und CCC – zwei Welten kollidieren

Große IT-Unternehmen zahlen Millionen an Belohnung für Hacker, die ihnen Sicherheitslücken nennen. Die CDU, der das Mitglied des Chaos Computer Clubs, Lilith Wittmann, einen Hinweis auf ein offenes Scheunentor in der App „CDUconnect“ für christlich-demokratische Hausbesuche im Wahlkampf meldete, reagiert dagegen mit einem Strafantrag. Dabei hatte sich die Hackerin unter dem Responsible Disclosure Verfahren bei der CDU gemeldet, weil – wie schon der Spiegel im Mai berichtete – die Daten von 17.000 registrierten Wahlkämpfern sowie die Adressdaten von rund 1300 Fragestellern einsehbar waren. Der Chaos Computer Club nannte die Laschet-Partei jetzt „undankbar“ und sprach ihr ein Verständnis der digitalen Gesellschaft ab. Die CDU hat den Strafantrag inzwischen zurückgezogen und sich entschuldigt.

Update vom 3. August 2021 – 13:45 Uhr:
US Army will mit KI Siegen lernen

Mit Hilfe von Machine Learning wollen die US-amerikanischen Streitkräfte aus aktuellen Informationen belastbare Prognosen für die Zukunft generieren – das soll zumindest für ein paar Tage im Voraus auch schon klappen. Grund für die neuerliche KI-Initiative sind die Erfahrungen mit dem neuen Strategie-Simulation „Gide 3“ (Global Information Dominance Experiments), das  einen neuen Strategieansatz favorisiert. Bei bisherigen Simulationen habe das US-Militär stets „signifikante Verluste“ erlitten. Mit der Prognosefähigkeit durch KI will man mehr Spielraum für eigene Entscheidungen gewinnen, erklärte General Glen VanHerck, Kommandant der US-Militärabteilungen Nothcom und Norad gegenüber Pressevertretern.

Update vom 2. August 2021 – 21:30 Uhr:
Amazon: Dreiviertel Milliarde Euro Strafe

Amazons Europa-Tochter hat ihren Sitz in Luxemburg. Das war lange Zeit durchaus gemütlich. Doch jetzt hat die Luxemburgische Datenschutzbehörde eine Strafe von 746 Millionen Euro ausgesprochen, weil der weltgrößte Onlinehändler gegen die Europäische Datenschutzgrundverordnung DSGVO verstoßen habe. So steht es im jetzt von Amazon veröffentlichten Geschäftsbericht. Amazon kündigte unterdessen eine Berufung an. „Es wurden keine Kundendaten an Dritte preisgegeben“, sagte ein Sprecher.

Update vom 30. Juli 2021 – 18:45 Uhr:
Home Office: Kein gleiches Recht für alle

Nach einer Studie von Statista Q will die Mehrheit der Angestellten nach dem Ende der Pandemie nicht mehr in Vollzeit zurück ins Büro. Sie stellt sich eine flexible und hybride Arbeitszeitregelung vor, nach der zwischen Arbeiten daheim und im Office gewechselt werden kann. Problematisch ist aus Sicht der Arbeitgeber immer noch die fehlende Transparenz. Tatsächlich geben zwei von fünf Managern zu, dass sie die Arbeit ihre Remote Worker mit IT-Tools überprüfen. Dabei sind es die Führungskräfte, die sich nach der Studie von Statist Q die Flexibilität des Home Office zunutze machen. Während 57 Prozent der Angestellten ganz oder teilweise daheim arbeiten, sind es 67 Prozent der Führungskräfte. Und: Führungskräfte nutzen auch verstärkt die Möglichkeit der flexiblen Arbeitszeitgestaltung. Will sagen: morgens Kinder in die Schule bringen und dafür abends bei der Tagesschau Emails checken.

Update vom 29. Juli 2021 – 21:30 Uhr:
Impfen oder Tablette: Schluckimpfung?

Die Jerusalem Post berichtet  von einer klinischen Studie des Hadassah-Universitätsklinikums, gemeinsam mit dem Pharmaunternehmen Oramed. Im Mittelpunkt steht eine Kapsel, die man schluckt und in der das Anti-Corona-Mittel enthalten ist. Sollten die Tests erfolgreich sein, würde das Pharmaunternehmen auf eine schnelle Zulassung hinwirken. Ob die Pille den hochindustrialisierten Ländern mit guter Impfstruktur oder eher Entwicklungs- und Schwellenländern zugutekommen wird, in denen die Impfquote noch zu niedrig ist und die Kühlketten nicht gewährleistet sind, ist zum jetzige Zeitpunkt reine Spekulation.

Update vom 28. Juli 2021 – 19:30 Uhr:
IT-Giganten steigern Umsatz

Das am 30. Juni beendete Quartal ist in mehrfacher Hinsicht ein Abschluss: Microsoft beendet traditionsgemäß das Geschäftsjahr zur Jahresmitte; der bisherige AWS-Chef Andy Jassy wechselt an die Spitze von Amazon; und die Lockdowns werden trotz aufkommender vierter Welle weltweit gelockert. Da haben die Quartalsergebnisse der Internet-Giganten, die uns mit ihren Lösungen durch die Pandemie getragen haben, geradezu gesellschaftspolitische Relevanz. Und wie relevant sie sind: Das für Apple Geschäftsjahr dritte Quartal schloss mit einem Umsatz von 81,4 Milliarden Dollar ab – bei zugleich verdoppeltem Nettogewinn: auf 21,7 Milliarden Dollar. Der Umsatz der Google-Mutter  Alphabet stieg im Jahresvergleich um satte 62 Prozent auf rund 61,9 Milliarden Dollar. Das macht einen Gewinn von 18,5 Milliarden Dollar. Während Amazon uns noch bis Donnerstag warten lässt, legt Cloud-Rivale Microsoft schon mal vor: Im vierten Quartal nahm der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 46,15 Milliarden Dollar zu. Im damit beendeten Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 168,1 Milliarden Dollar.

Update vom 27. Juli 2021 – 19:30 Uhr:
Staatstrojaner? Ja, aber…

Darf der Staat beim Ausspähen auf Software zurückgreifen, die bestehende Sicherheitslücken in Online-Systemen ausnutzen, und dabei in Kauf nehmen, dass die Sicherheitslücken nicht an die Hersteller gemeldet werden und folglich auch nicht behoben werden? Das Bundesverfassungsgericht hat dies jetzt im Grundsatz bejaht: Aber, das betonten die Karlsruher Richter in ihrem 19-seitigen Gerichtsbeschluss, die Schutzpflicht des Staates bei IT-Sicherheitslücken müsse gewahrt bleiben. Deshalb bräuchte es Regeln, wenn zur Gefahrenabwehr noch unbekannte Sicherheitslücken für eine Überwachungssoftware genutzt wird (AZ: 1 BvR 2771/18). Damit wurde zwar die Klage abgewiesen, jedoch zugleich dem Gesetzgeber ein Regulierungsauftrag erteilt.  Die sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung sei „nicht von vornherein verfassungsrechtlich unzulässig“. Aber: „Es ist sicherzustellen, dass die Behörde bei jeder Entscheidung über ein Offenhalten einer unerkannten Sicherheitslücke einerseits die Gefahr einer weiteren Verbreitung der Kenntnis von dieser Sicherheitslücke ermittelt und andererseits den Nutzen möglicher behördlicher Infiltrationen mittels dieser Lücke quantitativ und qualitativ bestimmt, beides zueinander ins Verhältnis setzt und die Sicherheitslücke an den Hersteller meldet, wenn nicht das Interesse an der Offenhaltung der Lücke überwiegt.“

Update vom 26. Juli 2021 – 18:30 Uhr:
„Slack-Force“

Sieben Monate nach der Ankündigung des CRM-Spezialist und Cloud-Pioniers SalesForce, mit Slack einen der führenden Anbieter von Collaboration Software zu übernehmen, ist der Merger nun vollzogen. Zwar bleibt Slack, das sich vor allem bei Startups größter Beliebtheit erfreut, weiter unter seinem Namen und unter dem bisherigen Management bestehen, doch dürften die Integrationspläne von SalesForce bald die weiteren Entwicklungsarbeiten bestimmen. Mit der Slack-Übernahme kommt frischer Wind in den ohnehin durch den Corona-Lockdown mächtig angetriebenen Markt für Lösungen, die Remote Work und Teamarbeit unterstützen. Angetrieben durch den Lockdown hatte der Slack-Umsatz zuletzt um 36 Prozent zugelegt.

Update vom 21. Juli 2021 – 18:30 Uhr:
Er ist wieder da: Jeff Bezos

Manche nennen es die teuerste Midlife-Crisis, die je ein Mensch durchlebt hat: Amazon-Gründer Jeff Bezos hat sich mit BlueOrigin den Traum vom Weltraumflug erfüllt – auch wenn es einen Expertenstreit darum gibt, ob er tatsächlich im All war oder „nur“ in den höchsten Höhen der Atmosphäre. Glücklich wieder unten angekommen, spendierte er jeweils 100 Millionen Dollar über die Promis Jose Andres und Van Jones an gemeinnützige Zwecke nach deren Wahl. Vor dem Start hatte das National Air & Space Museum bereits 200 Millionen Dollar erhalten. Und 19 Non-Profit-Organisationen mit Schwerpunkt Weltraumforschung erhielten jeweils eine Million Dollar. Das Geld ist weg, aber die Midlife-Crisis bleibt…

Update vom 21. Juli 2021 – 10:45 Uhr:
Marketingexperten: Lasst uns endlich Daten sehen

Marketiers setzen immer stärker auf datengetriebene Expertise. Allerdings fällt es ihnen einerseits noch immer schwer, die Daten zusammenzufassen und in Performance-Analysen auszuwerten. Andererseits sehen sich Marketingleiter auch oft von ihren IT-Abteilungen schlecht unterstützt. Das sind Schlussfolgerungen aus dem aktuellen Salesforce Marketing Intelligence Report. Dabei werden die Verhaltensweisen und Erwartungen von Kunden immer stärker auf einer erweiterten Datenbasis verfolgt. Unternehmen müssen die digitale Transformation beschleunigen, 88 Prozent der Kunden verlangen das von ihren Lieferanten. Mehr als die Hälfte der End- und Geschäftskunden erwartet, dass Angebote stärker personalisiert sind, und zwei Drittel fordern, dass Unternehmen ihre persönlichen Bedürfnisse verstehen.

Update vom 20. Juli 2021 – 17:30 Uhr:
Freiwillige Datenspenden für bessere Entscheidungen

So, wie es schon heute bei Cpovid-19 möglich ist, sollen künftig EU-Bürger die Möglichkeit haben, Daten freiwillig zu spenden – und Unternehmen und Organisationen die Chance haben, zu solchen Datenspenden auf freiwilliger Basis aufzurufen. Im Prinzip geht das schon heute im Rahmen der Open-Data-Richtlinie, doch künftig will die EU dazu einen Rechtsrahmen schaffen und das Ganze zunächst auf Gesundheits-, Agrar- und Umweltdaten beschränken. Die Eckpunkte des zukünftigen Data Gouvernance Act wurden jetzt im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des europäischen Parlaments festgelegt. Damit soll vor allem geklärt werden, wie künftig KI-Systeme auf anonymisierte Daten zugreifen dürfen. Allerdings gilt die jetzt gefundene Formel als „schwammig“.

Update vom 19. Juli 2021 – 17:30 Uhr:
Freiwillige Datenspenden für bessere Entscheidungen

So, wie es schon heute bei Cpovid-19 möglich ist, sollen künftig EU-Bürger die Möglichkeit haben, Daten freiwillig zu spenden – und Unternehmen und Organisationen die Chance haben, zu solchen Datenspenden auf freiwilliger Basis aufzurufen. Im Prinzip geht das schon heute im Rahmen der Open-Data-Richtlinie, doch künftig will die EU dazu einen Rechtsrahmen schaffen und das Ganze zunächst auf Gesundheits-, Agrar- und Umweltdaten beschränken. Die Eckpunkte des zukünftigen Data Gouvernance Act wurden jetzt im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des europäischen Parlaments festgelegt. Damit soll vor allem geklärt werden, wie künftig KI-Systeme auf anonymisierte Daten zugreifen dürfen. Allerdings gilt die jetzt gefundene Formel als „schwammig“.

Update vom 19. Juli 2021 – 12:30 Uhr:
ITK-Branche: Home Office soll bleiben

61 Prozent der in der ITK-Branche Beschäftigten arbeiten noch immer von zu Hause. Das hat der Hightech-Verband Bitkom ermittelt. Und nach Ansicht der Überwiegenden Zahl der Unternehmer soll das auch weitgehend so bleiben. Dass damit keine Einschränkung des Geschäfts verbunden ist zeigen die aktuellen Zahlen: Für 2021 erwartet der Digitalverband ein Umsatzplus von 4 Prozent auf 178,2 Milliarden Euro. Kein Wunder, dass die Stimmung durch die Decke geht. Der Bitkom-ifo-Index erlebt derzeit ein Allzeit-Hoch mit 40,5 Zählern.

Update vom 16. Juli 2021 – 12:00 Uhr:
Ein Jahr Schrems II – und nichts ist passiert!

Auf den Tag genau vor einem Jahr hat der Europäische Gerichtshof den sogenannten Privacy Shield, das bislang den Datenaustausch zwischen der EU und den USA geregelt hatte, für ungültig erklärt. Viel ist seitdem nicht passiert – außer dass Landesdatenschutzbeauftragte übereifrig vor US-amerikanischen Cloud-Providern warnen. Dabei ist seit diesem Schrems-II-Urteil – benannt nach der erfolgreichen Klage des österreichischen Datenschutz-Aktivisten Max Schrems – der Datenaustausch mit Nicht-EU-Ländern auf Basis von sogenannten Standardvertragsklauseln weiter rechtens. Aber das sind stets Einzelfallprüfungen. „Obwohl es Gespräche auf politischer Ebene gibt, bewegt sich bislang nichts“, klagt Achim Berg, Präsident des Hightech-Verbands Bitkom, in einer Stellungnahme. Nicht nur Unternehmen sind davon betroffen. „Auch viele Familien in Deutschland haben die konkreten Folgen … ganz konkret erlebt, als während des Corona-Lockdowns erprobte, verfügbare und hochsichere Videokonferenzsysteme an vielen Schulen nicht eingesetzt werden konnten.“

Update vom 15. Juli 2021 – 17:30 Uhr:
Digitaler Euro? Langsam, langsam!

Nach einem ersten Konzeptpapier hat jetzt die Europäische Zentralbank den Startschuss für einen digitalen Euro gegeben. Jedenfalls im Grundsatz – zunächst soll jetzt aber erst eine zweijährige Untersuchungsphase anlaufen. Dann wird noch einmal entschieden und schließlich mit der Realisierung begonnen. Technisch steht noch nichts fest. Und auch die Einsatzszenarien sind noch offen. Möglich ist einerseits, dass sich der digitale Euro als Wallet – also als App mit Account und Bezahlfunktion – für die Euro-Einwohner nutzen lässt, oder als Zahlungsmittel zwischen Banken und Unternehmen. Offensichtlich hat man sich aber – zumindest Stand heute – gegen Blockchain-Technologie entschieden, weil sie zu ressourcenverschwendend und damit nicht nachhaltig ist. Damit würden sich allerdings gerade im B2B-Umfeld attraktive Nutzungsszenarien von vornherein ausschließen. Was man über den digitalen Euro wissen sollte, hat die Handelsblatt-Redaktion in einem informativen Beitrag zusammengefasst.

Update vom 14. Juli 2021 – 19:30 Uhr:
Datengetrieben – das ist Digitalisierung

Erst haben Unternehmen in Deutschland ihre Prozesse optimiert – auf Materialbedarfsplanung folgte Produktionsplanung und schließlich Enterprise Resource Planing. Das hat den deutschen Mittelstand und auch die Softwareindustrie von kleinen Anbietern bis hin zu SAP groß oder zumindest erfolgreich gemacht. Doch seit Daten als der entscheidende Rohstoff wahrgenommen wird, sehen vor allem mittelständische Unternehmen ihre bisherigen Kernkompetenzen erodieren. Aus einer Studie von  Forrester Consulting geht unter anderem hervor, dass zwar 66 Prozent aller Befragten ihr Unternehmen als datengetrieben ansehen doch lediglich 21 Prozent gaben an, dass Daten ihr wichtigstes Kapital sei. Weltweit sehen sich nur 12 Prozent der befragten Unternehmen als Data Champions, in der Schweiz sind es gar nur 8 Prozent. Hingegen sind 88 Prozent der Ansicht, noch Nachholbedarf in Bezug auf Technologie, Organisation, Kultur und die Fähigkeiten zur Nutzung von Daten zu haben.

Update vom 13. Juli 2021 – 18:30 Uhr:
Nach DSGVO nun eine KI-GVO?

Die EU-Kommission unternimmt weitere Versuche, die Welt der Digitalwirtschaft zu regulieren. Jetzt wurde ein Papier vorgelegt, das den Einsatz von künstlicher Intelligenz regeln soll. So sollen die Grundrechte von Menschen und Unternehmen gegenüber Algorithmen gewahrt bleiben, heißt es. Ergänzt wird der Rechtsrahmen um neue Sicherheitsvorschriften für Maschinen. Der Rechtsrahmen stuft KI-Systeme oder deren Konzepte in Kategorien ein von „unannehmbarem Risiko“ über „hohem Risiko“ und „geringem Risiko“ bis zu „minimalem Risiko“. Hohes Risiko besteht beispielsweise, wenn KI-Systeme in kritischen Infrastrukturen, in Bereichen wie Schul- und Bildungswesen, Sicherheitskomponenten bei Maschinen, Personalwesen, private und öffentliche Dienstleistungen, in der Strafverfolgung, bei der Grenzkontrolle oder in der Rechtspflege. Ein geringes Risiko stellen zum Beispiel Chatbots dar.

Update vom 12. Juli 2021 – 16:45 Uhr:
Jeff Bezos lässt das Streiten nicht

Kaum hat der scheidende Amazon-Chef Jeff Bezos mit seiner Klage gegen das Pentagon einen Teilerfolg erzielt, indem der mit zehn Milliarden Dollar budgetierte und an Microsoft vergebene Auftrag zur Schaffung einer cloud-basierten Kommandostruktur für die Streitkräfte annulliert wurde. Jetzt fetzt er gegen den Mitkonkurrenten im Wettlauf für private, kommerzielle Raumflüge, Virgin Galactic des Briten Richard Branson. Dessen SpaceShipOne wird nämlich nicht – sollte es je fliegen – die sogenannte Kármán-Linie überschreiten, die gedanklich den Luftverkehr von der Raumfahrt trennt. Sie wurde in 100 Kilometern Höhe als gedachte Grenze zum offenen Weltraum definiert. Die New Shepherd genannte Raumfähre von BlueOrigin, um die sich Jeff Bezos jetzt wohl hauptamtlich kümmern will, soll dagegen „richtige Raumfahrt“ jenseits der 100-Km-Grenze möglich lachen. Auf Twitter macht Bezos jetzt schon mal vergleichende Werbung, die New Shepherd den „richtigen Kerlen“ empfiehlt. Zusätzliche Brisanz bekommt der Streit, weil Branson am nächsten Sonntag auf einen Testflug mit SpaceShipOne gehen will, während Bezos für dieses „First“ wohl ein paar Tage zu spät abheben wird.

Update vom 9. Juli 2021 – 16:00 Uhr:
Chemie und Pharma wollen aufholen

Die drittgrößte deutsche Industriebranche – Pharma und Chemie – hat im Lockdown deutlich zu spüren bekommen, wie Abhängig die ehemalige Apotheke der Welt inzwischen von Lieferketten mit Indien und China geworden ist. Mit einem „Handlungspakt Chemie- und Pharmastandort Deutschland“ zwischen Bundeswirtschaftsministerium und führenden Branchenverbänden und Gewerkschaften – allerdings nicht unter Beteiligung des Bundesverbands Forschender Arzneimittelunternehmen – soll jetzt die große Aufholjagd beginnen. Ziele liegen vor allem in der Standortpolitik, wo die rund 1600 kleinen und mittelständischen Firmen sowie Startups gefördert werden sollen. Forschungs- und Entwicklungsprojekte von „übergeordnetem Interesse“ sollen gestützt werden. Auch die Forderung nach Gigabitnetzen ist als Evergreen enthalten. Und auf europäischer Ebene will man den European Green Deal und die Europäische Industriestrategie besser miteinander verknüpfen.

Update vom 8. Juli 2021 – 18:00 Uhr:
Gemeinschaftsräume statt Home Office

Die Umfrage ist zwar alles andere als repräsentativ, gibt aber doch einen deutlichen Trend wieder: nach einer Xing-Befragung unter 25 DAX- und MDAX-Unternehmen wollen nur zwei Firmen tatsächlich die Präsenzpflicht für ihre Mitarbeiter wieder einführen und sie grundsätzlich aus dem Home Office zurückbeordern. Das können sie, denn seit dem 1. Juli ist die gesetzliche Verpflichtung fürs Arbeiten „Dahoam“ ausgelaufen. 23 Firmen suchen dagegen einen Mix aus virtuellen und wirklichen Arbeitsplätzen. Dabei werden die Büroflächen nicht kurzfristig schrumpfen. Vielmehr sollen Arbeitsformen wie Großraumbüros beziehungsweise Gemeinschaftsbereiche eingeführt werden. Im Corona-Lockdown hatte der Anteil von Remote Work bei den 25 Unternehmen von einem Fünftel der Angestellten auf vier Fünftel zugenommen.

Update vom 7. Juli 2021 – 9:00 Uhr:
Pentagon: „Gehe zurück nach der Badstraße“

Das US-Verteidigungsministerium hat jetzt den auf zehn Milliarden Dollar dotierten Cloud-Auftrag an Microsoft annulliert. Nach zwei Jahren ununterbrochener gerichtlicher Auseinandersetzung, die insbesondere durch den unterlegenen Bieter Amazon Web Services angestrengt wurde, will das Pentagon das Projekt, das alle Zweige der Streitkräfte in einer gemeinsamen Kommandostruktur mit cloud-basierten KI-Services zusammenfassen soll, neu definieren und dann neu ausschreiben. Die technologischen Möglichkeiten hätten sich seit der Auftragsvergabe im Oktober 2019 so sehr gewandelt, dass nunmehr ein völlig neuer Ansatz gefunden werden soll. Dafür werden Microsoft und Amazon erneut gegeneinander ins Feld ziehen. Die Gebote von anderen, wie zum Beispiel Google oder IBM, sollen aber ebenfalls berücksichtigt werden. Die Klage von Amazon hatte im Wesentlichen auf dem Verdacht gefußt, der damalige US-Präsident Donald Trump könnte das Verteidigungsministerium gedrängt haben, das Gebot seines politischen Widersachers Jeff Bezos zu benachteiligen. Bezos ist auch Eigner der Trump-kritischen Tageszeitung „Washington Post“. Zwar dürfte mit der Annullierung ein deftiges Pönale verbunden sein, doch ist die Rücknahme des Vertrags für Microsoft ein herber Schlag. Der zehn Milliarden Dollar würden die Kräfteverhältnisse im Cloud-Krieg deutlich zugunsten von Microsoft verschoben haben. Jetzt heißt es wie bei Monopoly: „Gehe zurück nach der Badstraße“.

Update vom 6. Juli 2021 – 14:00 Uhr:
Stadt der Zukunft – Zukunft der Stadt

Während sich immer mehr Städteplaner und Kommunalpolitiker Gedanken über das Aussehen unserer Innenstädte im neuen Normal machen und dabei über alternative Nutzungsformen für Ladenlokale und Büroflächen in zentralen Lagen, über bezahlbaren Wohnraum, über die Anbindung von Außenbezirken, die Versorgung mit 5G-Internet, horizontal bepflanzte Hochhäuser und mehr Freiflächen für Fahrradfahrer nachdenken, kommt die eigentliche Innovation möglicherweise aus einer ganz anderen Richtung: aus dem Trend zur Smart City. Nach Einschätzung einer vom eco Verband herausgegebenen Studie über den Markt für Smart Cities in den kommenden fünf Jahren werden allein in diesem Jahr in Deutschland 38,5 Milliarden Euro in schlauere Kommunen investiert. In fünf Jahren sollen es dann schon 84,7 Milliarden Euro sein. Die wichtigsten Sektoren, in denen dabei digitale Lösungen umgesetzt werden, sind demnach das Bildungswesen, Logistik sowie Gebäudeautomatisierung, also die Smart Homes.

Update vom 5. Juli 2021 – 16:30 Uhr:
7o.ooo.ooops, sie haben wieder gehackt

Deutlicher kann das Bedrohungspotenzial durch Hackergruppen, die über Sicherheitslücken Ransom-Malware aufspielen, gar nicht mehr demonstriert werden. Denn wenn, wie an diesem Wochenende geschehen, gleich die Software eines IT-Dienstleisters angreift und damit mehrere Tausend Kunden-Server erreicht. So hat´s mutmaßlich die Hackergruppe unter dem Namen REvil gemacht, die eine Schwachstelle beim US-amerikanischen IT-Dienstleister Kaseya ausgenutzt hat, um möglichst große Datenmengen bei möglichst vielen Anwendern zu verschlüsseln, um erst gegen Lösegeld einen Schlüsselcode bereitzustellen. Für einen Generalschlüssel verlangen sie jetzt 70 Millionen Dollar in Bitcoins. Allein in Deutschland hat ein IT-Dienstleister dem Bundesamt für Sicherheit gemeldet, dass mehrere Tausend Kunden-Server befallen sind. In Schweden musste die Supermarktkette Coop alle Filialen zwischenzeitlich schließen. Der Bundesverband der deutschen Industrie fordert, Cyberattacken mit einer „nationalen Wirtschaftsschutzstrategie“ von Politik und Wirtschaft besser abzuwehren.

Update vom 2. Juli 2021 – 11:00 Uhr:
Internet-Handel wird reguliert

Mit der ab dem 1. Juni geltenden EU-Umsatzsteuerreform kommen weitreichende Änderungen auf den grenzüberschreitenden Handel mit Verbrauchern zu – insbesondere durch die jetzt EU-weit einheitlich geltende Mehrwertsteuerregelung. Wird die Umsatzschwelle von 10.000 Euro mit Nicht-Unternehmern überschritten, greift die Steuerpflicht im jeweiligen Bestimmungsland. Im Ergebnis dürften dadurch auch kleinere Händler in praktisch allen EU-Ländern steuerpflichtig werden. Erleichterung dürfte dagegen der „One-Stop-Shop“ bringen, der es Händlern ermöglicht, die Auslandsumsätze über eine zentrale Schnittstelle im Heimatstaat zu melden. In Deutschland übernimmt das das Bundeszentralamt für Steuern. Das ist ein weiterer Versuch, den grenzüberschreitenden Internet-Handel in den Griff zu bekommen. Seit 2017 tagen bereits Industriestaaten, Entwicklungsländer und die World Trade Organisation über neue Regeln für die globale Internetwirtschaft. Das Problem: die sogenannten „Staaten des globalen Südens“ verlangen mehr Teilhabe, während die Industrieländer in der Internet-Wirtschaft gerade das Potenzial für ihr künftiges Wachstum sehen.

Update vom 1. Juli 2021 – 12:00 Uhr:
Drei Viertel der Deutschen wollen die „ePa“

Seit heute haben Patienten einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass Arztpraxen eine elektronische Patientenakte – kurz: ePa – vorhalten. Schon seit 1. Januar können gesetzlich Versicherte die ePa bei ihrer Versicherung beantragen und die entsprechende App herunterladen. Nach der Testphase im ersten Quartal und der Aufbauphase im zweiten Quartal müssen nun mit dem Start des dritten Quartals alle Arztpraxen startklar sein, medizinische Informationen auf die E-Akte ihrer Patienten laden zu können – sonst droht Honorarabzug. Das Interesse an der ePa ist unter den Versicherten groß, sagt der Hightech-Verband Bitkom: Drei Viertel können sich vorstellen, sie zu nutzen. „Die elektronische Patientenakte ist das Kernstück der Digitalisierung des Gesundheitswesens“, kommentiert Bitkom-Präsident Achim Berg.

 

Ein Gedanke zu „Bonns BonBons – frisch gepickt“

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